„Mein Liebster, ich liebe Dich, ich bete Dich an, nichts und niemanden liebe ich so wie Dich! Meine Seele, mein Herz, alles ist von Dir erfüllt!“

Er war von meinem leidenschaftlichen Ausbruch gerührt, hob mich auf, preßte mich an sein Herz und bedeckte mich mit seinen Küssen.

„Beruhige Dich, mein allerliebstes Kind. Glaubst Du wirklich, daß ich die Natur und ihre unabänderlichen. Gesetze so wenig kenne? O nein, ich bin nicht so ungerecht. Erfahrung und Vergleichsmöglichkeiten haben in mir erst diese zärtliche Zuneigung ermöglicht, die ich für Dich empfinde. Es ist Zeit, daß auch Du es lernst, dir ein Urteil zu bilden. Ich verspreche Dir, Du wirst die Gesellschaft dieses Vernol genießen. In meinen Grundsätzen gefestigt und erfüllt von meinen Ideen, wirst Du auch nach meinen Erkenntnissen handeln. Übrigens ist er hübsch und liebenswürdig, wie ich zugeben muß. Und wenn Du diese gewissen Gefühle nicht für ihn empfändest, nun, so wäre es irgendein anderer. Ich werde mich also dreinfügen.“

Doch nach diesem Gespräch war meine Vorliebe für Vernol abgeschwächt. Wenn ich ehrlich sein will und Dir alles sagen soll, so war es mehr die Zustimmung meines Vaters, die Neugier und mein leicht erregbares Temperament, was meine begehrliche Phantasie lebendig hielt.

Diese wurde von meinem Vater übrigens noch begünstigt. Wenige Abende später, als ich in seinen Armen lag, sagte er zu mir: „Liebe Laurette, morgen wirst Du Roses Mutter besuchen und sie bitten, daß sie ihrer Tochter erlaubt, den Tag mit Dir zu verbringen. Sag ihr, sie soll nicht beunruhigt sein, wenn sie des Abends ausbleibt, ihr würdet einen Landausflug machen und erst morgen zurückkehren.

In Wirklichkeit werdet ihr den Tag und den Abend hier verbringen. Du wirst den ganzen Tag mit ihr allein sein und kannst Dir dann leicht ein Urteil über die Ehrlichkeit ihrer Gedanken und über ihren Charakter machen. Sie scheint zu Dir Vertrauen zu haben und Freundschaft für Dich zu empfinden. Du wirst bald mehr darüber wissen und mir alles sagen.“

Ich glaubte in diesem Moment, daß er mit diesem Plan einen gewissen Zweck verfolgte, doch ich hatte es gelernt, in allem seinen Ideen zu folgen und mich allem, was er je plante, zu unterwerfen. Ich glaubte, daß Rose ebensoviel wußte wie ich selbst.

Im Übrigen wurde alles so gemacht, wie wir es abgesprochen hatten. Sie kam, und wir schlossen uns ganz und gar von der Welt ab. Wir verbrachten den Tag mit all den reizenden kleinen Torheiten, welche zwei junge Mädchen, deren Herz voll ist von unklaren Gefühlen, sich nur ausdenken können. Ich neckte sie, und sie tat mit mir desgleichen. Ich enthüllte ihren Busen und ließ meinen Vater ihre hübschen Brüste küssen. Ihr niedliches Hinterteil, ja selbst ihre kleine Spalte wurde Gegenstand meiner Neckereien. Wir hielten einander umschlungen. Sie kicherte und lachte, und jedes Mal, wenn ich mir etwas Neues ausdachte, wehrt sie sich zunächst, aber ihre geröteten Wangen und ihre lebhaft funkelnden Augen verrieten, wie erregt sie war.

Wir soupierten, und selbst während des Essens schonte ich sie nicht. Ich schürte das Feuer, das schon in ihr brannte, kräftig. Nachher setzten wir unser Geplänkel fort. Ich bat sie, sich mit dem Gesicht nach unten auf einen Diwan zu legen, und dann schob ich ihre Röcke nach oben. Ihr entblößter Hintern bot uns einen höchst erfreulichen Anblick.

Mein Vater versetzte ihr einige leichte Schläge mit der Hand und ermutigte mich, mich für die Neckereien zu rächen, die sie vorhin mit mir getrieben hatte. Ich wollte mich von der Wirkung unseres Treibens überzeugen und fand sie ganz feucht. Sie mußte ein heftiges Vergnügen empfunden haben. Schließlich gingen wir in mein Zimmer, um uns für die Nacht vorzubereiten.