„Komm nur, mein Lieber“, sagte Justine und faßte von neuem nach seinem Instrument. „Gib ihn mir. Ich kenne mich aus, und Du riskierst nicht das Geringste dabei.“

Doch sie hatte die Rechnung ohne ihn gemacht. Sie hielt ihn immer noch gefaßt und versetzte ihm etliche Püffe. Da beugte er sich über sie, und während er die eine ihrer Brüste festhielt und sie küßte, verströmte er unter heftigen Zuckungen, die mir die Stärke seiner Lust verrieten, eine weiße Flüssigkeit, die ich noch nie zuvor gesehen hatte.

Ich selbst befand mich in einem unbeschreiblichen Zustand. Überwältigt von Begierden, die ich bisher nicht einmal geahnt hatte, begann ich meine Kleine zu reiben, so wie Courbelan es bei Isabelle und Justine getan hatte. Diese angenehme Beschäftigung verursachte mir ein süßes Vergnügen, während ich mit Eifer beobachtete, was im Nachbarzimmer vorging. Die beiden Mädchen bewunderten einander in dem Zustand, in den Courbelan sie versetzt hatte. Sie hatten von Kopf bis zu den Knien nicht das geringste Stückchen Stoff am Leibe. Dieser Anblick versetzte auch mich in einen leidenschaftlichen Zustand der Begierde. Es schien, als ob ihre Lust mit meinen geheimsten Wünschen zusammenflösse. Alle beide küßten und liebkosten ihn, nahmen sein Glied in die Hand, kitzelten seine Hoden und streichelten seine Lenden. Und er vergalt ihnen diese Aufmerksamkeiten seinerseits durch seine Küsse und die Liebkosungen, die er ihren Brüsten zuteil werden ließ. Er faßte sie an ihren Brüsten, er saugte daran und bewunderte sie. Schließlich begann er ihre geheimsten Stellen zu kitzeln, und ich sah seine Finger dort Kommen und Gehen spielen. Sein Instrument erstand aufs Neue zu stattlicher Größe, und die beiden Mädchen liebkosten es um die Wette. Es erinnerte an einen Speer, den man einer schönen Bestie in den Leib gepflanzt hat. Ich bemerkte deutlich, daß Courbelan meine Cousine haben wollte, aber Justine wußte dies auch. Schließlich, weil er jene nicht haben konnte, warf er sich auf Justine, und ich glaubte, daß er sie bis zu ihren Eingeweiden durchbohrte. Nichts konnte ihn zurückhalten.

„Laß uns unser Vergnügen vermehren, indem wir zusammen genießen“, rief er schließlich. Er bat Isabelle, sich mit gespreizten Schenkeln auf das Bett zu legen, während Justine ihre Beine dazwischen schob. Weil nichts meinen Blick hindern konnte, bemerkte ich genau, wie Courbelans Instrument in Justines Spalte verschwand. Es schien mir unbegreiflich, wie dies möglich war. Ich fragte mich ernsthaft, wie eine so mächtige Waffe wohl in mich eindringen könnte, wo ich doch nicht einmal meinen Finger dort eindringen zu lassen wagte, weil mir diese Versuche einen heftigen Schmerz verursachten.

Aber das Beispiel, das ich vor Augen hatte, entfachte meinen Mut, und ich versuchte meinerseits mit aller Kraft, meinen Finger vordringen zu lassen. Ich verstand mich um so leichter dazu, als ich sah, daß Courbelans Finger Isabelle auf eine ähnliche Art behandelte, während sein Instrument mit Justine beschäftigt war. Er sagte ihr, sie habe die hübscheste kleine Spalte der Welt, und riet ihr, gleichzeitig ihre Klitoris zu kitzeln. Sie befolgte diesen Rat, während sein Finger in ihrem Örtchen Kommen und Gehen spielte, ganz so wie sein Glied es in Justines Grotte tat. Ich versuchte dieses höchst eindrucksvolle Beispiel nachzuahmen, indem ich den Zeigefinger meiner linken Hand mit aller Kraft vordringen ließ, während meine rechte mich kitzelte, so wie ich es Isabelle tun sah. Sofort spürte ich eine heftige Wollust. Ich wunderte mich nicht, daß Isabelle diese Empfindung bei ihren abendlichen Spielen zu wiederholen suchte. Es dauerte auch nicht lange, so befanden alle drei sich in einer leidenschaftlichen Aufregung. Isabelle ließ sich auf den Rücken fallen und vollführte von Zeit zu Zeit etliche Stöße mit ihrem Hinterteil. Courbelan, der mit Entzücken Zeuge ihrer Lust war, rief: „Ah, meine Liebe, es kommt Dir!“

Er hatte Mühe, diese Worte hervorzubringen, denn just in diesem Moment fiel er selbst nahezu regungslos auf Justine. Ich hörte ihn etliche Seufzer ausstoßen, welche die Lebhaftigkeit seiner Empfindungen bewiesen, Justine selbst blieb nach etlichen heftigen Zuckungen wie ohnmächtig und aller Kräfte beraubt liegen, und ihre Seufzer mischten sich mit denen Courbelans.

Diese Beweise einer so heftigen Lust steigerten auch meine Empfindungen zu einem Grad, daß ich mich erschöpft auf ein beliebiges Möbelstück sinken ließ, um diese Wonnen bis zur Neige zu genießen. Ah, welch ein Übermaß der Empfindung diese erste wollüstige Erfahrung in einem Herzen hervorzurufen vermag! Man ist nicht mehr, was man ist, man existiert nur noch in diesem Gefühl, man denkt und empfindet nichts mehr als dieses. Die Zeit, die ich brauchte, um mich davon zu erholen, benützten die anderen dazu, sich wieder anzuziehen. Danach verabschiedete sich Courbelan, indem er beide umarmte, dann zog er sich auf demselben Weg zurück, auf dem er gekommen war. Isabelle und Justine verließen das Zimmer. Ich wartete noch eine Weile, dann nahm ich denselben Weg, den Courbelan genommen hatte, und kehrte nach einer kleinen Weile so unbefangen in die Wohnung meiner Tante zurück, als wäre nicht das Geringste geschehen.

Von diesem Augenblick an dachte und träumte ich von nichts anderem als von dem, was ich gesehen hatte. All ihre Worte hallten in meinen Ohren wider, jede ihrer Handlungen war mir unvergeßlich. Ich rief sie mir immer wieder in Erinnerung. Als ich mich am nächsten Abend neben Isabelle zur Ruhe begeben hatte, stellte ich mich, als sei ich in einen tiefen Schlaf gefallen. Es dauerte nicht lange, so begann sie zu seufzen. Am Abend darauf wiederholte sich dasselbe Spiel. Kaum glaubte meine Cousine, daß ich eingeschlafen sei, begann sie ihre kleinen Manipulationen. Ich war auf der Hut, und indem ich meinen rechten Schenkel zwischen ihre beiden schob, legte ich meine Hand an die Stelle, wo sich ihr Finger bewegte. Ich glitt darunter und fühlte alsbald ihre ganze Spalte unter meiner Hand. Ich umarmte sie, küßte ihre Brüste und führte meinen Finger vorwitzig in ihre Grotte. Dann begann ich sie zu kitzeln, wie ich es an jenem denkwürdigen Nachmittag gesehen hatte. Sie breitete ihre Schenkel aus und ließ mich machen. Es dauerte nicht lange, so hörte ich sie jene wollüstigen Seufzer ausstoßen. Ich bemerkte, daß sie dort unten ganz feucht geworden war. Mich quälte dasselbe Verlangen, das sie offensichtlich erhitzt hatte, und ich ergriff ihre Hand, damit auch sie in meiner Grotte zu Werke gehe.

Sie zögerte, doch dann versah sie ihr Amt so gut, daß sich nach wenigen Augenblicken meine Seufzer mit den ihren mischten.

Isabelle war nicht wenig überrascht von allem, was ich getan hatte. Schließlich hatte sie mich immer für ein unwissendes Kind gehalten. Sie hatte nicht gewagt, mir etwas von ihrem Geheimnis zu sagen, weil sie fürchtete, daß ich kindisch genug sein würde, meiner Mutter oder meiner Tante etwas davon zu sagen. „Aber Rose“, fragte sie mich immer wieder, „woher weißt Du bloß dies alles? In Deinem Alter habe ich nicht halb so viel gewußt.“