Auch ich fühlte nun eine gewisse Ungeduld in mir. Nichts konnte uns mehr erschrecken. Unsere Helden waren bereit. Die Embleme ihrer männlichen Kraft ragten steil in die Luft. Rose vermochte nicht mehr an sich zu halten und rief: „Vernol, nimm Deine Frau! Ich will meinen Mann nehmen.“

Sie warf sich meinem Vater in die Arme und wurde augenblicklich von seiner Lanze durchbohrt. Vernol nahm mich in die Arme und wollte sich schon meiner bemächtigen, da hielt ihn mein Vater auf.

„Nicht so, mein Lieber. Hört, meine Kinder, ich stelle eine Bedingung. Eure Vereinigung hat einen Preis. Es ist nur gerecht, daß ich mich dafür bezahlt mache, wenn Vernol und Laurette sich vereinen. Deshalb werde ich jenen Hofmann nachahmen, der seine Frau mit einem Pagen schlafen sah, den diese liebte. Er erwies dem Hintern des Pagen dieselben Wohltaten, die jener der Dame erwies. Wir wollen es genauso machen. Während Vernol Laura vögelt, soll sein Hintern mir zur Verfügung stehen.“

Ich vermutete, daß ihn die Reize Vernols ebenso mit Begierde erfüllt hatten wie mich, und ich war darüber entzückt, denn so würde ich mich umso freier der Lust hingeben können. Also spornte ich unser wollüstiges Spiel durch meine Freudenrufe an. Ich faßte Vernol, beraubte ihn des letzten Stückchens Stoff das ihn bedeckte, ich präsentierte seine Hinterseite und spreizte seine hübschen Lenden, während sein Speer gegen mein Pförtchen pochte.

„Nein, Vernol, nein, schmeichle Dir nicht, daß ich mich Dir geben werde, ehe Du diese Bedingung erfüllt hast!“

Rose, die nicht untätig zusehen wollte, protestierte und verlangte, meinen Vater noch einmal zu bekommen.

„Wie“, rief Vernol, in Hitze gebracht. „Welches Hindernis sollte mich zurückhalten? Seit langem bin ich auf die Folter gespannt. Was, schönste Laura, würde ich nicht tun, um Dich zu besitzen und in deinen Armen zu sterben?“

„In diesem Fall“, sagte mein Vater, „wird Rose mit von der Partie sein.“

In einem Augenblick verschwand der Tisch nach oben, und das Badebassin ward wieder von seinem Vorhang bedeckt. Ein anderer Vorhang öffnete sich und gab den Blick auf eine Nische frei, die von einem riesigen mit Seide bezogenen Himmelbett ausgefüllt wurde. Diese Nische erschien uns als das wahre Heiligtum der Lust. Wir bezogen diesen Altar der Wonne nur im Schmuck unserer natürlichen Vorzüge. Von allen Seiten gaben glitzernde Spiegel unsere Reize wieder. Ich bewunderte vor allem Vernol. Dieser schöne Jüngling nahm mich in die Arme und bedeckte mich mit Küssen und Zärtlichkeiten. Er war leidenschaftlich gespannt. Ich nahm seine Lanze, mein Vater preßte mit einer Hand seine Lenden, mit der anderen Rosens Brüste, die uns alle drei liebkoste. Vernol lag vor mir auf den Knien, er spreizte meine Schenkel, küßte mein Kraushaar, meine Liebesgrotte, er ließ seine Zunge darin spielen und saugte an meiner Klitoris. Schließlich bettete er sich auf mich, und sein Speer durchbohrte mich. Sogleich warf sich mein Vater über ihn. Rose lag auf den Knien, sie öffnete die Hinterbacken Vernols und befeuchtete den Eingang, durch den die Lanze meines Vaters eindringen sollte. Sie bereitete ihr eigenhändig den Weg. Währenddessen streichelte ich ihre Spalte und brachte sie durch meine Fingerspiele zum Glühen. Nach wenigen Augenblicken schon fühlte ich meine Finger sich befeuchten, und ihre heftigen Atemzüge kündigten uns an, daß sie sich auf dem Gipfel der Lust befand. Vernol war der nächste, der sich verströmte. Mein Vater beschleunigte seine Bewegungen, und so fielen wir bald alle drei in eine wohltuende Ekstase. Nachdem wir wieder zu uns selbst zurückgefunden hatten, ersetzten unsere Zärtlichkeiten die leidenschaftlichen Anstrengungen, die uns vorhin vereinigt hatten. Vernol gestand, daß er niemals etwas Ähnliches empfunden habe.

„Man muß es kennen, um es schätzen zu können“, sagte mein Vater. „Komm, liebe Laurette, laß es ihn nun von Deiner Seite aus kosten. Vernol ist weniger gut gerüstet als ich, er wird Dir also nur Süßigkeit bereiten. Schön wie Du bist, verliert er nichts, wenn Du ihm diesmal Deine Hinterseite bietest. Komm in meine Arme. Rose wird dasselbe für Dich tun, was sie vorhin für mich getan hat, und währenddessen Deine Klitoris kitzeln.“