So, Ulrich, mehrst du deines Stammes Glanz?
Jetzt gehst du halb zerlumpt, bald bist du's ganz!

Was kümmert dich, ob unser Haus zerfällt?
Was kümmert irgend noch dich auf der Welt?

Wenn nur in Holzschnitt du und Kupferstich
Den Lorbeer trägst—was anders kümmert dich?

Du lächelst? Du verziehst den Mund zum Scherz?
Ich wußt' es nicht: du hast ein schlechtes Herz."

Der Vater sprach's und blickte finster drein,
Mit Tränen bat das fromme Mütterlein:

"Mein süßer Ulrich, laß das böse Spiel!"
Ich gab zur Antwort: Nein! Der Würfel fiel.

Mein Mütterlein, behalt mich lieb und gern!
Bleib du mir milde wie der Abendstern!

Du kränkst mich, Vater, nicht, so herb du bist!
Hier schlägt ein Herz, das guter Meinung ist.

Beleidigt dich mein abgebraucht Gewand,
So laß mich treten aus des Hauses Band!

Ich sei ein Fremdling dir! Du bleibst in Ruh,
Mein Gut, du teilst es meinem Bruder zu.