»Und was ist aus ihnen geworden?«

»Sie leben wohl alle noch, sie wohnen bei meinen Brüdern.«

»Weißt du auch, wie lange dies her ist?«

»Ich entsinne mich genau, Robin, es sind seitdem vier Jahre verstrichen.«

Jetzt erinnerte ich mich auch, daß diese Zeitangabe genau mit der Strandung jenes Fahrzeugs übereinstimmte, dessen Trümmer an meiner Insel festsaßen. Vielleicht hatte sich die Mannschaft des Schiffes in eine Schaluppe geflüchtet und war, dem Sturme und den Wellen preisgegeben, an die Küste der Wilden getrieben worden.

»Du sagtest mir vorhin, Freitag, daß die weißen Menschen bei deinem Volke lebten. Wie kommt es denn, daß deine Landsleute sie nicht aufgefressen haben?«

»Sie haben Brüderschaft mit uns gemacht«, erwiderte Freitag; »und wir essen nicht Menschen, wenn sie nicht im Kriege gefangen sind. Sie befinden sich dort ganz wohl, und unsre Brüder liefern ihnen, was sie zum Unterhalt gebrauchen.«

Es war eine geraume Zeit nach dieser letzten Unterredung vergangen, als ich einstmals mit meinem Gefährten auf einen Berg der südöstlichen Hügelreihe stieg. Der Himmel war heiter, und kein Wölkchen zeigte sich an dem tiefblauen Firmament; die Luft war durchsichtig, und von der See her wehte uns eine frische Brise entgegen. Freitag sah auf das weite Meer hinaus und blickte nach einer Weile unverwandt auf einen Punkt hin.

Plötzlich ward er unruhig, fing an zu tanzen, zu springen und zu jubeln und rief mich zu sich heran: