Orloff heulte und tobte, aber das nützte nichts, jetzt war es besser, wenn man Kaltblütigkeit zeigte.

„Hier können wir nichts machen,“ schrie Matuschewsko wieder herüber. „Die Leute fürchten die Batterien, sie wollen nach anderen unbefestigten Hafenstädten fahren und dort Gelder erpressen.“

„Aber keine Stadt ist so reich wie Odessa,“ schrie Orloff. „Ich weiß es, hier liegen Millionen und Abermillionen, hier könnten wir ungeheure Summen erpressen.“

„Ich will nochmal sehen, was sich tun läßt,“ sprach Matuschewsko nach einer Weile, „ich werde noch mal mit den Leuten reden. Drüben in der Stadt muß was Merkwürdiges passiert sein, erst hat Kopflosigkeit geherrscht, und dann muß sich ein energischer Mann gefunden haben, durch den die ganze Situation geändert wurde. Hole der Teufel den Kerl!“

Der Wüterich rannte zu den meuterischen Mannschaften und es sah in der Tat so aus, als ob sie mit der Beschießung beginnen wollten.

Da blitzte es plötzlich auf den Strandbatterien auf, ein zweiter, ein dritter Schuß folgte und jetzt hörte man die Granaten sausen.

Orloff ballte die Fäuste, als er sah, wie die Schiffe mit der meuterischen Mannschaft plötzlich drehten. Das Panzerschiff war das erste, welches in das Schwarze Meer hinausfuhr, die beiden Torpedoboote folgten, nun schloß sich in größter Eile der bewaffnete Transportdampfer an, auf dem sich die eigentlichen Häupter der Verschworenen befanden.

„Der beste Augenblick ist verpaßt,“ rief Wassil wütend. „Aber nun werden wir andere Hafenstädte heimsuchen. Und die müssen bezahlen oder sie werden beschossen und geplündert.“

Vorerst aber fuhren die Schiffe in die hohe See hinaus, indem sie eine südwestliche Richtung einschlugen.

Sie wollten dadurch etwaigen Verfolgern entgehen, denn es war zweifellos, daß die Kriegsschiffe des Geschwaders nach den Meuterern suchten.