Er griff sich an seine glückdurchbebte Brust und las die herrlichen Worte noch einmal, sie leise vor sich hinsprechend und jedes einzeln durchkostend.
O Lieb', o Liebe!
So golden schön,
Wie Morgenwolken
Auf jenen Höh'n!
Du segnest herrlich
Das frische Feld
Im Blütendampfe
Die volle Welt.
Er atmete tief auf und schlug das Blatt um:
O Mädchen, Mädchen ...
Er erschrak und las hastig weiter, mit angehaltenem Atem:
Wie lieb' ich dich!
Wie blinkt dein Auge!
Wie liebst du mich!
So liebt die Lerche
Gesang und Luft,
Und Morgenblumen
Den Himmelsduft,
Wie ich dich liebe
Mit warmem Blut,
Die du mir Jugend
Und Freud und Mut
Zu neuen Liedern
Und Tänzen gibst,
Sei ewig glücklich,
Wie du mich liebst!