Ein Junge schrie die Antwort:

»Mein Kind, prüfe, was deinem Leibe gesund ist, und was ihm ungesund ist, das gib ihm nicht.«

»Gut. Nun aber du noch mal, du Faule da, so billig können wir dich nicht laufen lassen. Warum haben wir unseren Gliedmaßen eine gewisse Leichtigkeit und Gewandtheit zu nützlichen Arbeiten zu verschaffen?«

Lina stand wieder auf und sah verlegen vor sich nieder.

Peter wagte die bescheidene Bemerkung, den kleinen Katechismus Luthers könnte das Mädchen sicher und gut.

»Das genügt mir nicht,« sagte der Superintendent kopfschüttelnd. »Gerade auf den Abschnitt unseres Landeskatechismus, der von dem pflichtmäßigen Verhalten gegen uns selbst handelt, lege ich besonderen Wert. Lassen Sie das Kind nachher zurückbleiben und das lernen, was es nicht gewußt hat.«

Ein anderes Mädchen mußte die ausstehende Antwort geben: »Wir erleichtern uns dadurch unsere Berufsgeschäfte, daß sie uns schneller und besser vonstatten gehen, und machen uns bei anderen angenehm.«

»Gut, mein Kind. Einen schönen Vers dazu. Finger weg! Im Chor!«

Die Kinder standen auf und schrien:

Gesunde Glieder, muntre Kräfte,
Wieviel sind die, o Gott, nicht wert!
Wer taugt zu des Berufs Geschäfte,
Wenn Krankheit seinen Leib beschwert?
Ist nicht der Erde größtes Gut
Gesundheit und ein froher Mut?