„Auf wie lange das ist...,“ sagte Therese stolz, „das müßte doch wohl meine Sorge sein!“

„.... Nein, laufen Sie nicht fort!“ rief Lejkin, als sie Miene machte, aufzustehen, „bleiben Sie, ich bitte Sie! Und lassen Sie uns ein verständiges Wort miteinander reden! — Ihr Freund tröstet inzwischen die verlassene Nuit d’étoiles... Gnädiges Fräulein! liebe Therese! — ich würde Ihnen einen annehmbaren Vorschlag machen. Für die Zukunft ... fürs ganze Leben... Ich würde Sie auf Händen tragen, Therese! Ich reise... morgen... ab... Ich reise nach der Riviera, dann weiter... Liebe, schöne Therese, kommen Sie mit mir! O Therese, Sie würden es nicht bereuen!“

Therese war von einer humoristischen Stimmung erfaßt. Sie wollte diesen Mann mit seinen ungeheuerlichen Wünschen, gegen den sie nach Eberhards Wunsch recht freundlich sein sollte, wenigstens bis zu Ende anhören.

„Und mein Freund?“ sagte sie.

„Ihr Freund, Therese!... Glauben Sie mir, Nuit d’étoiles ist schon bereit, seinen Trennungsschmerz zu lindern. Halten Sie Ihren Ringkämpfer im Ernst für einen guten Menschen?“

„Ach — gut!“ sagte sie geringschätzig. „Er ist einfach zu stolz, um schlecht zu sein. Er ist zu stark, um kleinlich und miserabel zu sein!“

„Weiter haben Sie nichts vom Leben erhofft, Therese? Sie haben nicht einen Gefährten gesucht zur gemeinsamen Weiterbildung, zu gemeinsamem Genießen idealer Herrlichkeiten? O, Therese!“ —

„Hören Sie auf, Iwan Iwanowitsch,“ sprach Therese bebend. „Ich hätte Ihnen nie gestattet, dies alles zu sagen, wenn ich Sie nicht für einen braven Menschen hielte... neben Ihrem Gelde... Denn Ihr Geld imponiert mir nicht. Mir nicht, Herr Lejkin!“

„Ihrem Freunde desto mehr!“ rief Lejkin nicht ohne Schadenfreude. „Ihr Freund hat mit mir — eine Art Geschäft vor. Ich will ihm die Mittel geben, ein eignes Ringkampfwettstreit-Unternehmen zu begründen. Nun, Therese, ich wollte nicht wie ein Räuber sein, der im Dunkeln in Nachbars Haus einbricht. Herr Roland hat mir gewissermaßen erlaubt, Ihnen... so etwas... wie die Cour zu machen. Ich gebe ihm achttausend Rubel für seine Ringkampfkonkurrenz. Und Sie... Sie reisen... morgen... mit mir, Therese... liebe, schöne Therese...“