„Wir setzen uns auf das Ecksofa, Fritzi,“ sagte Binder. „Du, Celeste, darfst dich mit uns zu Tisch setzen... vorausgesetzt, daß du uns dabei alles nett servieren kannst...“
„O, du wirst zufrieden sein!“ erwiderte Celeste und hörte nicht auf, zu lächeln. „Der Tee, Aloys, ist frisch und heiß, der Sekt steht auf Eis.... Was befiehlst du?“
„Erst Tee, später Sekt,“ sagte Binder. „Liebe Fritzi, greife zu, meine kleine Katze! Nimm von diesen Kaviarbrötchen, die Celeste uns bereitet hat....“
Er geriet in vortreffliche Stimmung. Den Arm um Fritzis Taille gelegt, wurde er fröhlich und begann, über seinen Kampf und seine Niederlage gegen Roland zu scherzen. Celeste, der ein natürliches Rot die Wangen färbte, hielt mit. Fritzi allein konnte sich von einem rätselhaften Grauen nicht frei machen. Denn Madame Celeste — sie war schmiegsam und unterwürfig, lieblich ohne Koketterie, freundlich ohne Hohn, und sie lächelte, sie lächelte.... Ihr Lächeln war ein wenig starr, ein wenig seltsam, wie das Lächeln schöner Wachsköpfe. Aber immerhin: sie lächelte! —
Sie hatte längst den Teetisch abgeräumt. Nun goß sie den gelblichen, schäumenden Wein in die flachen Schalen.
„Ziehe doch den Kühler heran, Celeste!“ sagte der Ringkämpfer, „und fülle die Gläser auf dem Tische!“
„Verzeih!“ sagte Celeste lächelnd, „er ist zu schwer ... Ich kann ihn nicht allein heranschieben!“
„Auch gut,“ bemerkte Binder und wendete sich Fritzi wieder zu. Fritzi taute endlich auf; sie fing an zu schäkern, ließ die kleinen Künste ihrer Gefallsucht spielen und schlang die Arme mit allerliebster Zärtlichkeit um Binders Hals.
„O, der Sekt macht dich mobil, du kleine Katze!“ rief Aloys, „wir hätten zum Essen schon Sekt trinken sollen .... Holla, mein Kind, das geht ins Blut! Celeste, stoß’ mit uns an!“