„Der Aloys....,“ sprach Fritzi weinend, „der Binder....“
„Hör’ auf!“ unterbrach der Ringkämpfer sie brutal. „Der Binder.... er ist tot.... Verstehst du, Fritzi, er ist tot für mich! Ich will ihn nie mehr in deinem Munde hören.... Du erbärmliches, niedriges Ding! Du Nichts! Du Dirne!! —“ er rüttelte mit seinen Eisenfäusten an ihrer schlanken Schulter, „versteh’ mich, der Binder ist tot!“
X.
„Hören Sie, Roland!“ sagte Thyssen zu Eberhard Freidank, „ich habe mir da von Immermann allerhand über Sie erzählen lassen. Sie sind Student oder Schriftsteller, oder?!“
Eberhard sah einen Augenblick finster vor sich hin und erwiderte:
„Ich war. Das ist endgültig abgetan.“
„Das ist ein Wort!“ sprach Thyssen. „Ihre Gründe gehen mich natürlich nichts an.... nein, ich frage nicht danach. Sie wollen also Ringkämpfer bleiben. Sie sind zwar noch neu... das schadet aber nichts...“
Die Athleten wußten untereinander nicht genug Gehässiges von Thyssens Geiz und Eigennutz zu erzählen. Alle paar Tage kursierte eine neue Anekdote, wie Thyssen versucht haben sollte, die von ihm engagierten Ringkämpfer zu übervorteilen. Darum horchte Freidank auf, was Thyssen ihm für Vorschläge machen würde.