Vorausgesetzt, daß der deutsche Botschafter in Konstantinopel in der Lage ist, die den armenischen Führern drohende Exekution zu verhindern, möchten wir bitten, daß in vertraulicher Weise der Vorstand der Deutsch-Armenischen Gesellschaft von dem Erfolg der Schritte des Botschafters in Kenntnis gesetzt wird, damit unsererseits das armenische Zentralkomitee in der Schweiz davon verständigt werden kann.
Der Vorstand der Deutsch-Armenischen Gesellschaft.
Dr. Johannes Lepsius.
An Seine Exzellenz Herrn Unterstaatssekretär
Zimmermann, Berlin, Auswärtiges Amt.
259.
Notiz.
Kaiserlich
Deutsche Botschaft.
Pera, den 17. April 1916.
Unterzeichneter hat am 13. d. M. dem stellvertretenden Unterstaatssekretär des Auswärtigen Ministeriums Folgendes vorgetragen:
Bitte des Deutschen Vereins für christliches Liebeswerk im Orient in Frankfurt a. M., den in Aleppo tätigen Schwestern des Vereins die Fürsorge für 200 armenische Waisen zu übertragen.
Ich hob hervor, daß Dr. Schuchardt, der Leiter des Vereins, über die Lage orientiert sei, die Behörden von Aleppo machten Anstalt, die Waisen weiter zu verschicken (nach Konia und Eskischéhir in Kleinasien).