Ein Porträt des Künstlers von einem Maler Richter aus Zittau, 1790 gem., besass Kollegienrat Prof.J. W. Krause in Dorpat. — Im Besitze desselben auch eine grosse Sammlung von Landschaftsstudien in Sepia und Tusche, meist Studien aus der Schweiz. — Ein 1808 von Georg Dillis gemaltes Porträt des Künstlers kam durch Professor C. Morgenstern 1810 in den Besitz der Familie.
Allgem. balt. Schriftsteller- und Gelehrtenlex. III. S. 88 ff. — Ztg. für Lit. und Kunst. Nº 3 vom 20. Januar 1812. — Biographie von G. Tilemann in Livonas Blumenkranz 1818 S. 179 ff. — Desgl. in „die balt. Provinzen Russlands“ von Jul. Eckardt, 1868. — Rigasche Biographien III S. 108 ff. — Wöchentliche Unterhaltungen 1806 S. 125. — C. Morgenstern, Dörptische Beiträge III S. 125–131. — Baltisches Dichterbuch S. 361. — A. v. Wolzogen, Aus Schinkels Nachlass I S. 107 ff. — W. Neumann, Baltische Maler und Bildhauer des 19. Jahrh. S. 17 ff. — Derselbe in der Kunstbeilage des Rigaer Tageblatts 1908 Nº 11–13.
Graubitz, Jakob Ortlof. Maler. Er stammte aus Giessen und kam um 1665 nach Goldingen in Kurland, wo er am 22. Dezember desselben Jahres den Bürgereid leistete und am Hofe des in Goldingen residierenden Herzogs Friedrich Kasimir von Kurland als Hofmaler beschäftigt wurde. Gest. vor 1697.
Eintrag seines Sohnes, des späteren Kaufmannes Christoffer Carl G. in ein 1636 angelegtes Stammbuch des Sebast. Besser, (in der Bibliothek der Gesellschaft für Geschichte und Altertumskunde): Mein vatter war ausz der stat Giessen gebirttig und war seiner Kunst nach ein mahler, war auch vom seeligen hertzog Casimir alsz hoffmahler verschrieben (am Rande: Anno 1665 verschrieben ausz Giessen) in Goldingen gewohnet und da auch in der pest gestorben. — Goldingensches Kirchenbuch (N. Busch).
Grosewsky, Theodor Robert, Dr. phil. Landschaftsmaler. Geb. 1. Mai 1823 zu Annenburg in Kurland; gest. 2. März 1866 in Moskau, studierte 1842–44 in Dorpat und promovierte in Jena. 1855 wurde er Schüler des Landschaftsmalers K. Millner in München. Mehr als Maler hat er als Dichter Anerkennung gefunden.
Baltisches Dichterbuch S. 363.
Grün, Moritz. Genremaler. Geb. 1868 in Reval, besuchte von 1888–1890 die Münchener Akademie und 1890–1893 die Akademie in Paris. 1894 ging er nach Amerika und wurde 1895 von der brasilianischen Regierung an die Akademie zu Bahia berufen.
Dünazeitung 1895 Nº 154, 158 u. 220. Mitausche Zeitung 1895 Nº 55.
Grüner, Wilhelm. Landschafts- u. Architekturmaler. Geb. 19. Oktober 1823 in Riga; gest. 18. April 1892 in Petersburg. Er besuchte die Petersburger Akademie als freier Zuhörer und nahm dann einen eineinhalbjährigen Aufenthalt in Paris. Ende der sechziger Jahre begleitete er den General Loris-Melnikow auf einer Reise nach Aegypten und Palästina, um für diesen eine Folge von Bildern der heiligen Stätten zu malen. Von ihm: Kirche der Geburt Christi in Bethlehem. — Kirche der Schwestern von Zion. — Kapelle über dem Grabe Christi. — Golgatha. — Der Stein der Salbung. — Innere Ansicht der Kapelle des heil. Grabes. — Die Höhle der Geburt Christi. (Sämtlich Aquar.). — Die Gromowsche Sommervilla. — Zwei Ansichten von Oranienbaum. — Drei Ansichten vom Südufer der Krim. — Ansicht von Orianda in der Krim. — Zwei Ansichten von Livadia, Aquar. — Christus in Gethsemane. Atlargem. für die Jesuskirche in Riga (1880 vom Künstler geschenkt). — Ansicht von Jerusalem. — Innere Ansicht der Kirche der Geburt Christ. — Der Garten zu Gethsemane. — Innere Ansicht der Kirche auf Golgatha. — Das heilige Grab. — Die alte Wand vom Richterstuhl des Pilatus in der Kirche der Schwestern von Zion. — Der Stein der Salbung. — Kirche der Geburt Christi in Bethlehem. — Porträt des Professors der Malerei Primazzi, Aquar. in Konstantinopel gem. — Das städt. Museum in Riga besitzt von ihm das Porträt einer Dame vor dem Theater in Aquarell.
Rigasche Zeitung 1880 Nº. 270. Наши художники I S. 126.