So brauchet es kein lang Hausieren.

Doch müßt ihr nicht Eu’r Geld verlieren;

Woll’n sie mit dem Beutel nit schier heraus,

Droht, es käm’ ihnen der Werr ins Haus,

Der Presser; das werden sie schon verstehn.

Darauf der Narr:

Ich folg’ Euch, Meister, und dank’ Euch schön.

Jetzt kommt das Lustigste, das aber muß man sehen: wie nämlich Bernd Jobst in dem Dorf seinen Korb auf der Gasse ausschüttet, die Bauern aus den Häusern kommen und gleich ein groß Geriß anhebt, da jeder mit Geschrei sein Eigentum aussucht und alle sich untereinander als Diebe verraten. Sie weigern sich der Zahlung gar hartselig, bis sich der Jobst anstellt zu gehen und sich etwas verlauten läßt vom Werr, daß er ihn schicken wolle. Auf dieses ist mit eins ein jeder willig und bereit, ja auch der gröbst Torangel zahlt, was ihn ein neues Paar vom Krämermarkt nicht kostete.

Allmittelst hat der Schäfer bei Gelegenheit dem Grafen erzählt, was Wunderliches der Jobst vorhabe, der Doktor aber bestätiget nach dem, wo er vom Pechschwitzer vernommen, und ist das Ende von dem Lied, daß Herrn Konrad dem Narren für diesmal Vergebung erteilt, weil ihm der Schwank gefallen.“

So erzählte der Seppe. Die Meisterin hörte ihm nur so aus Gefälligkeit zu und insgeheim mit Gähnen. „Ja, ja,“ sprach sie am Ende, „das sind mir einmal Sachen!“ und nahm das Ränftlein in die Hand, das er von seinem Brot übrig gelassen. Nun, muß man wissen, hatte sie am Fenster einen schönen großen Vogel, der saß in seinem Ring frei da. Ihr erster Mann nahm ihn einmal an Zahlungsstatt von einem bösen Kunden an; es war ein weißer Sittich mit einem schwarzen Schnabel und auch dergleichen Füßen. Er sollte, hieß es, alles sprechen, wenn er das rechte Futter bekäme, und ob er zwar die ganze Zeit nicht sprach und sich der Schuster dessenthalb betrogen fand, so ward er doch der Frau Liebling.