Die Epopöe hat siebzehn vierzeilige Strophen und ist in tschechisch-deutscher Sprache abgefaßt. Eigentlich ist sie tschechisch, aber sie ist von militärischen Ausdrücken, wie „Feuerwerkr“, „Kmán“ (Gemeiner), Lunte, „meldovati“ und deutschen Flüchen derart durchsetzt, daß vom Tschechischen nicht viel übrig bleibt. Komponist und Textdichter des Liedes sind, wie jene des Liedes „Prinz Eugen, der edle Ritter“, nicht bekannt. Das Lied vom Kanonier Jaburek behandelt — wie vielleicht schon der Name erraten läßt — die Geschichte des Kanoniers Jaburek. Dieser hat in der Königgrätzer Schlacht im dichtesten Kugelregen, während sich Gemeine, Chargen, Offiziere, Pferde und Kanoniere (man beachte die Reihenfolge dieser Rangsliste) in ihrem Blute wälzten, seinen Heldenmut bewährt:
„Bei der Kanone dort
Stand er und lud in einem fort,
Bei der Kanone dort
Stand er und lud noch fort.“
Jedesmal wenn eine seiner zwei Zentner schweren Kanonenkugeln in die preußischen Reihen einschlägt, hört man auf der Gegenseite auf Jaburek fluchen. Aber dieser schießt weiter. Der General, der von Jabureks tapferem Verhalten gehört hat, eilt herbei und bietet diesem einen Trunk aus seiner Feldflasche an. Aber der Kanonier weist die freundliche Aufforderung mit der noch freundlicheren Aufforderung ab, der General möge seine Spassetln für sich behalten, ihm auf den Buckel steigen und ihn weiter schießen lassen:
„Bei der Kanone dort
Stand er und lud in einem fort etc.“
Der Held schießt wie ein Wahnsinniger und zertrümmert ein feindliches Regiment. Kronprinz Friedrich von Preußen reitet vorbei und sieht den Recken — oder, um mit den Worten des Liedes zu sprechen:
„V tom ho viděl kronprinc Friedrich: