„Schönen guten Abend, Herr Lojsa,“ wünscht der Kriminalpolizist. „Was machst Du denn hier?“

„Ich trinke,“ antwortet Lojsa naiv und treuherzig.

„So? Du weißt wohl nicht, daß jetzt schon zwölf Uhr ist, und daß Du (Lojsa steht unter Polizeiaufsicht) um acht Uhr abends zu Hause sein sollst?“

„Gnädiger Herr, ich habe jetzt zwei Tage Holz gehackt und da wollte ich heute ...“

„Holz hast Du gehackt? Es wird wohl das Holz einer Wohnungstüre gewesen sein. Der Kratochwil ist gestern wegen Einbruchs festgenommen worden und hat gesagt, Du könntest sein Alibi nachweisen.“

„Ja, Herr Kommissär, das kann ich nachweisen!“

„Kannst Du? Umso besser.“ Und schon führt ein Polizist den stillen Zecher zu dem Sammelplatz neben der Tür, wo schon Fräulein Harlak Aufstellung genommen hat. Hier haben übrigens auch die Kellnerinnen des Lokales Posto gefaßt, um von den „Auserwählten“ die Zeche einzukassieren.

Der Polizeikommissär hat wieder einen alten Freund erspäht: „Kuželka, Du hast doch Prag!“, ruft er ihn an. Das ist ein elliptischer Satz, das Prädikat „verboten“ ist zu ergänzen. Aber jeder, der das Prager Rotwälsch versteht, versteht auch dieses Satzfragment.

Revertent Kuželka will in einer langatmigen Rede dem Kommissär auseinandersetzen, welch wichtige Angelegenheiten ihn nach Prag geführt haben, während ihn in Wirklichkeit die schönen „Arbeitsgelegenheiten“ und der gleichgestimmte Freundeskreis wieder in die Landeshauptstadt riefen, aus deren Polizeirayon er dauernd abgeschafft ist. Der Beamte hört ihm einen Augenblick lang aufmerksam zu und scheint seinen Argumenten voll beizustimmen. Dann sagt er freundlich zu Kuželka:

„Dorthin stell’ dich.“ Da weiß der erfahrene Kuželka, daß alle weiteren Rekriminationen vergeblich sind und stellt sich zur Tür.