Ein Kaffeehaus, hart an der Grenze der Alt- und Josefstadt. Die Operationsbasis für die Geschäfte der Tandler und der „Šalváří“, der Spezialisten in echten und falschen Juwelen. Es ist früh. Ein Gast kommt herein:

„Adalbert, bring’ mir ein Schmalzbrot,“ ruft er dem Kellner zu.

„Schmalz ist nicht, aber harte Grieben kannst du haben,“ sagt der Kellner. Die Brücke, die vom Gast zum Kellner führt, führt auch vom Kellner zum Gast: Sie duzen einander.

„Also bring’ mir die Grieben, und das „Amtsblatt“ möchte ich haben.“

„Da liegt es doch,“ ruft der Kellner unwillig, und deutet auf die Zeitung, die wirklich auf dem Sessel neben dem Neuangekommenen liegt.

Der aber ist neugierig, zu erfahren, wer schon früher das Amtsblatt studiert hat. Und der Kellner erwidert, daß Karl Neuhof gerade weggegangen ist.

„Und wohin?“ forscht der Gast mit einer durch die Konkurrenz begründeten Neugier weiter.

„Nach Žižkow zu irgend einer Feilbietung,“ verrät der Garçon.

Da wendet sich der Gast mit Grausen. Er spuckt aus: „Die Werkstätteneinrichtung von Nechvátal! Schöne Sachen, was da zu kriegen sind! Dort wird Neuhof kein Rothschild werden.“