Aber auch den dankbaren Blick der Freude fühlst du hier, die das Werdende zu nehmen weiß und an jedem neuen Blatt und Halm, an jeder jungen Blüte, an dem täglichen Auf und Ab des Wachstums, am Säen und Pflegen, am Ernten und Genießen mit voller Seele teilnimmt.

Ganz aus der Liebe geboren, blüht und glüht und duftet der Garten dir entgegen, wenn du seine Tür öffnest und in seine kleine stille Welt eintrittst, die zwei Herzen hier sich schufen und bauten.

Rankendes Purpurgehänge klettert am kleinen Hause auf, in dem die beiden in froher Freundschaft ihr Leben leben.

Vor der Treppe, die zum Hause führt, liegt ein prachtvoller Schäferhund und sieht dich mit klugen Augen an. Sein glänzendes Fell, die leuchtenden Augen, die gespannte Wachsamkeit seiner Haltung, alles sagt dir, daß auch über ihm eine sorgende, pflegende Hand wacht, daß er hier sich aufgenommen fühlt in den magischen Kreis der Liebe, die alle Kreatur erst zu ihrer Vollendung bringt.

Klug schaut er dir entgegen. Er versteht die Sprache deines Wesens. Kein störender Laut kommt aus seiner Kehle, ruhig läßt er dich eintreten, als wisse er, daß kein unedler Drang dich zu dieser Schwelle bringt. –

Das liebe Häuschen mit seinen lauschigen Erkern und Veranden steht scharf in der Mitte des Gartens und teilt ihn in doppeltem Sinne in zwei Hälften, die zwei kleine Welten für sich sind.

Der Vorgarten steht im Zeichen der Schönheit und Lust.

Der andere Teil ist der nützlichen Fruchtbarkeit unterstellt. In zierlichen Rabatten wächst und blüht und reift dort allerlei erdenklich Brauchbares, das so stracks aus der warmen Erde den beiden in das trauliche Heim hinein wächst.

Hier waltet die ältere der beiden.

Die Mütterliche mit den starken schaffenden Händen, mit denen sie Haus und Herd, Garten und Getier unter dem Segen ihrer sorgenden Liebe hält.