Sehe ich doch nichts anderes hier als in meinem eigenen Garten. Er aber geht wie ein Seher umher, und sein Angesicht leuchtet wie von fernen Morgenröten.
Denn in dem Garten des Dichters tönt und klingt die goldne Weltharfe, auf der Traum und Wahrheit, Zeit und Ewigkeit, alle Seligkeit und jeder Schmerz, Weisheit, Glaube und Liebe ihre Lieder der Tiefe singen.
Und von dieser heiligen Harfe nimmt er sie in das Glühen seiner Seele und gibt sie dir und mir und der Menschheit, daß sie an ihnen froh werde und erdentbunden zu fernen Höhen steige.
Lausche auf seine Lieder.
Vielleicht, daß sie dir die goldnen Schlüssel geben, die zu den Geheimnissen deines Gartens führen, die du noch nicht gefunden hast und die darin dein warten.
Der Garten des Glückes
Der Abend liegt über dem Garten.
Der Abend, die Zeit des Abstiegs und der Höhe.
Da der Tag sich neiget mit seinem Müssen und Sollen.
Und die Seele zu ihrem Wollen gelöst ist. –