Das hohe, aus alter Schmiedearbeit gefügte Tor des Gartens öffnet sich.

Mit der Arbeitsmappe unter dem Arm tritt der Herr des Hauses über die Schwelle seines Gartens. Von der Freitreppe, die zum Hause führt, kommt leichten Fußes ihm sein Weib entgegen.

In einer heißen Umarmung leuchten ihre Augen ineinander und nehmen sich für den Rest des Tages in seligen Besitz.

Jeder von ihnen tat das Seine im lauten Lichte des Tages, was ihnen an Pflicht und Arbeit das Leben auferlegt.

Nun ist es Abend.

Die Freiheit kommt zu ihnen.

Und ihr Garten breitet sein träumendes Schweigen, sein tiefes Glück der Stille um ihre schwingenden Seelen.

Hier ist ihr Paradies.

Einsamkeit zu zweien. Zwischen Ich und Du die unauslöschliche Sehnsucht der Liebe. Der starke, unbeirrbare Glaube zueinander, das tiefe Wissen umeinander. – Die Bäume ringsum stehen im klingenden Abendschweigen. Ströme von Gold und Purpur leuchten zwischen ihrem Geäste, und die weichen Sommerschatten sinken wie sanfte Schleier über das Gelände.

– Nun haben wir uns wieder – sagt seine Stimme.