| Das Leben träumt in meinem Garten. |
| Es schloß die Türe hinter sich zu. |
| Läßt alles draußen liegen und warten, |
| Und segnet selig hier meine Ruh. |
| Und rührt mit stillen, segnenden Händen |
| An Baum und Strauch, an Duft und Wind, |
| An alle Stille, an alles Bewegen rührt es lind. |
| Dann huscht es hinaus zu fernen Dingen – |
| Und läßt mir im Garten ein goldenes Klingen. |
| Tausend Träume weben in allen Winkeln und Ecken, |
| Alle guten Geisterlein kreisen und necken. |
| Am Brunnen sitzt eine holde Frau, |
| Und wenn ich näher zu ihr schau, |
| Ist's Frau Märe im goldenen Schein, |
| Schaut mir tief in die Augen hinein, |
| Und reicht aus dem Haar mir ihr goldenes Band |
| Und all ihre Blumen aus weißer Hand. |
| Mein Garten ist eine Welt für sich, |
| Rings steht wie Mauern das Schweigen, |
| Und trennt meine Welt von all den andern. |
| Ewiger Sonntag erwartet mich, |
| Von Freuden ein tanzender Reigen. |
| In Seligkeiten kann ich hier wandern, |
| Weit eine Welt zwischen mir und den andern. |