Das Leben träumt in meinem Garten.
Es schloß die Türe hinter sich zu.
Läßt alles draußen liegen und warten,
Und segnet selig hier meine Ruh.
Und rührt mit stillen, segnenden Händen
An Baum und Strauch, an Duft und Wind,
An alle Stille, an alles Bewegen rührt es lind.
Dann huscht es hinaus zu fernen Dingen –
Und läßt mir im Garten ein goldenes Klingen.

Tausend Träume weben

Tausend Träume weben in allen Winkeln und Ecken,
Alle guten Geisterlein kreisen und necken.
Am Brunnen sitzt eine holde Frau,
Und wenn ich näher zu ihr schau,
Ist's Frau Märe im goldenen Schein,
Schaut mir tief in die Augen hinein,
Und reicht aus dem Haar mir ihr goldenes Band
Und all ihre Blumen aus weißer Hand.

Ein Meer der Stille bist du

Ein Meer der Stille bist du –
Ein tiefes, tiefes Meer.
Und meine Seele gleitet in selger Ruh
Den letzten Heimlichkeiten deiner Tiefe zu.
Ein unerschöpflich Bronnen
Aus deiner Tiefe quillt,
Und in des Lebens Weben ganz versonnen,
Fühl ich mich reich und warm mit ihm versponnen.

Von Freuden ein tanzender Reigen

Mein Garten ist eine Welt für sich,
Rings steht wie Mauern das Schweigen,
Und trennt meine Welt von all den andern.
Ewiger Sonntag erwartet mich,
Von Freuden ein tanzender Reigen.
In Seligkeiten kann ich hier wandern,
Weit eine Welt zwischen mir und den andern.

Mein Tag

Der Abend verglimmt im silbernen Schein.
Mein Tag, du vergehst –
Doch du warst mein.
Warst mein mit all deinem reichen Sinn,
Mit der heiligen Kraft,
In der ich bin.
Du lösest dich auf im Abendglühn,
Doch du warst mein –
Still laß ich dich ziehn.

Mein Garten, du königlich Reich