— — — — — — — — — —

Ein Weib tritt auf das Podium heraus. Sie hat kurze Röcke und ein tiefdekolletiertes Kleid. Wie sie wunderschön ist! Das Kleid ist aus glänzender Seide und Brillanten funkeln darin. Sie ist schön wie die Märchenprinzessin. Sie tanzt und hebt die Röcke wie Flügel empor, so daß sie einem wunderschönen, fliegenden Schmetterlinge gleicht.

Sie singt dazu etwas, was Geny nicht ganz verstehen kann und jedesmal am Ende einer Strophe macht sie plötzlich ein häßliches, gemeines Gesicht. Ihre Augen zwinkern. Die Männer aber klatschen, Beifall schreiend, in die Hände. Geny weiß nicht warum, aber sie kann es sich so ungefähr denken.

Und dann tanzt jene wieder so entzückend, die Märchenprinzessin.

Die Männer sitzen da mit Augen wie Feuerräder. Die Märchenprinzessin aber lächelt und tanzt in funkelnder Seide.

Ihr Gesicht ist schön. Allein es ist ganz verklebt von einer dicken, weißen Schicht Schminke, und die Lippen sind unnatürlich rot gefärbt. Auch hat sie breite, schwarze Striche unter den Augen.

Warum machst du das? es ist häßlich, sagen Genys Blicke.

Weil sie es so wollen. Taratahi-taho! tanzt die Märchenprinzessin.

Dann zwinkert sie wieder mit den Augen. Ihr Gesicht wird gemein — die Männer applaudieren.