Aber einmal kamen ihre Seelen doch zueinander.

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Die Eltern rufen: „Geny!“ Und sie zappelt schnell nach. Ihre Seele fühlt: es ist doch nur die Schminke, die häßlich war — nichts als die Schminke — — —

Allein.

Sie versteht sich mit Papa besser, als mit Mama. Die Mama hat sie nicht lieb. Nicht, daß sie es je gesagt hätte, aber es ist so. Die Mama hat niemand vom Hause lieb, auch den Papa nicht.

Sie sitzt nur immer da und träumt und seufzt. Wenn sie durch die Zimmer geht, sieht sie niemand an, als wäre ihre Seele immer wo anders. Nur, wenn dann die Gäste kommen, leuchten ihre Augen. Alle sehen dann auf ihr schönes Kleid und ihre nackten Schultern. Sie aber lacht, daß man ihre schönen Zähne sieht.

Dann läßt sie ihr Töchterchen rufen, damit es die Gäste begrüße. Das Mädchen kommt in den Saal voll unbekannter Leute, sich selber fremd mit dem gebrannten Haar und dem weißseidenen Kleide. Und eine schöne, fremde Frau ruft sie heran, küßt sie auf den Mund. Diese Dame ist ihre Mutter. Ihr ist so bang, aber doch so gut. Die Mutter jedoch küßt sie, sagend: „Mein liebes Töchterchen!“

Sie weiß nicht, was das alles soll, die Lichter thun ihren Augen weh. Aber die Mutter, die M—u—tt—er hat sie geküßt! Ist das gut! Ist das süß!