Wenn ich nur schon groß wäre! denkt sie. Dann werde ich auch einmal Mama und bekomme einen Papa. Dann will ich zu ihm ins Comptoir gehen und sagen: Komm, lieber Papi, laß die Sorgen! Draußen scheint die Sonne.
Ich will lieber kein schönes Kleid. Komm mit mir ins junge Grün und gieb mir die Hand. Dann weiß ich wenigstens, daß ich nicht allein bin. Denn es giebt so viele, viele Menschen, aber alle sind sie allein.
Die drei Schwestern.
Hollah! der Papa ist zu Hause. Da darf man nicht viel Lärm machen, denn er ist nervös. Aber da ist er doch. Nun sitzen alle drei plaudernd um ihn herum. Nur die schöne Mama geht umher, denn sie hat mit den Blumen zu schaffen. Der Papa spricht und die Mama lächelt nur manchmal vom Fenster zu ihnen herüber.
Der Papa weiß stets so Schönes, Merkwürdiges vom Leben zu erzählen. Zuletzt aber fragt er sie immer: wenn ihr in diesem oder jenem Fall gewesen wäret, was hättet ihr dann gethan? Und alle sagen dann, was sie gethan hätten. Es ist wie in der Rechenstunde, alle lauschen gespannt und denkfiebernd.
Doch einmal fragt der Papa: „Was hält jede von euch für das größte Glück? Oder, ich will es besser so formulieren: was wäre euch heißester Lebenswunsch?“
Alle Gesichter werden ernst. Selbst die Mama kommt herzu und lauscht.