Es liegt Schmerz und Enttäuschung darin, die Scham der Armut. Noch heißt es warten, ansammeln, aufspeichern durch die sparende Geduld von Generationen.
Segnend und wehmütig fällt beider Blick auf den Scheitel ihrer Tochter.
Wenn sie nur kein Mädchen wäre, denkt der Vater.
Die Mutter aber: wird sie es endlich? Bringt sie die Verheißung unserer Generationen oder ihre Lenden?
Die Schwestern sind verschämt, aber trotzdem kitzelt sie noch ein schlechtverbissenes Lachen. Elsa sieht niemand, sondern träumt: das Leben ist mein, denn ich erzwinge es mir.
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Aber es kam anders, als die drei erwachsen wurden.
Berthas Gemahl starb, die Wittwe in Thränen lassend. Und Maras Gatte wurde ihr untreu. Elsa aber verstand, was sie damals mit dem Worte Ruhm gemeint hatte. Sie verstand darunter „Größe“. Und die Erhabenheit wich nicht aus ihrer Seele.
Sie dachte: was brauchen Frauen das Buhlen um Erfolg? Seien wir groß! Und dabei wurden ihre Pupillen so schmerzlich weit und traurig.