Nicht übel, meinte der Dämon. Aber würdiger ist doch ein goldenes Kleid und ein Bett aus Gold und Edelsteinen.

Nun war dem Jungen die ganze Freude vergangen und er arbeitete, bis das goldene Kleid sein wurde.

Dann stellte er sich im Goldkleid neben sein Edelsteinbett und rief den Dämon.

Keine Krone? sagte dieser.

Da wurde es dem Jungen schwer, er ließ das Bett zertrümmern und warf das Kleid in den Strom.

Darauf suchte er sich ein Königreich. Ganz am Ende der Erde lag eins, größer als alle anderen. Das eroberte er. Dort war die Erde am reichsten. Oben auf den Wiesen blühten nur glänzende, duftende Blumen und in den Bächen blitzte goldener Sand und auf den Feldern lagen funkelnde Diamanten.

Hob man aber die Erde weg, so standen darunter die herrlichsten Säle, deren Wände lauter Edelstein und Gold waren. Und das Volk brachte ihm eine Krone, die ein einziger, großer Brillant war, in dem die ganze Sonne in vielen Farben leuchtete.

Darin sah er so schön aus wie ein Gott, so daß niemand es wagte, ihn anzublicken.

Und in der großen Stadt, wo sein goldener Palast stand, blickte er aus den edelsteinernen Fenstern auf sein Volk, welches jauchzte und schrie: Hoch lebe unser König, der Erde glücklichster Herr!

Er stand derweil auf dem Balkone und hielt ängstlich die seltene Krone mit seinen beiden Händen, damit sie nicht der Wind davontrüge.