Wieder wirbelte es durch ihr Inneres. Alle? Und warum verachtet man, oder bespöttelt man die, welche verunstaltet durch die Gassen gehen, mit der Last des zukünftigen Lebens in ihrem schwachen Leib.

Man sollte sich vor ihnen neigen, wie vor dem Herrscher, wenn er vorübergeht.

Nun aber drängte die Alte, sie müsse Hilfe holen, es würde Zeit und Helene müsse unbedingt fort.

Es stieg wieder eine Verachtung für jenes Weib in ihr auf. Dann fragte sie: „Wird sie auch so schwer leiden müssen?“

„Natürlich.“

Helene zitterte, dann ging sie zu der Stöhnenden, reichte ihr, was sie sonst nie gethan, die Hand und flüsterte leise: „Möge es Ihnen wohlergehen, Mutter!“

Als Helene nach drei Tagen Zeit fand, wieder zu der Verlassenen hinzugehen, kam ihr die Alte an der Thür entgegen, noch starrer als sonst.

„Es ist vorüber,“ sagte sie hart.

„Was?“