[720] Vgl. Turati, "Lehren und Folgen des Generalstreiks in Italien", p. 866, 867; Vliegen, "Der zehnte Parteitag der niederländischen Sozialdemokratie"; ders., "Der Generalstreik als politisches Kampfmittel", p. 196, 197; Heine, "Politischer Massenstreik im gegenwärtigen Deutschland?"; Kolb, "Zur Frage des Generalstreiks", p. 209; Axel Hirsch, p. 197; Grosch, "Der Generalstreik", p. 15 ff.; Leimpeters, "Zum Generalstreik", p. 883; ders., Prot. Gwft. Kongr. Köln 05, p. 223; Cohnstaedt, "Generalstreik, Massenstreik und Sozialdemokratie", p. 749; Eckstein, p. 358, 359; Düwell, "Zur Frage des Generalstreiks", p. 252, 253; Kautsky, "Allerhand Revolutionäres", p. 689. — Anderer Ansicht sind z. B. Louis, p. 301 ff., und Friedeberg, "Parlamentarismus und Generalstreik", p. 28, 29.

[721] Vgl. Bebel, Prot. Parteitg. Jena 05, p. 305; ähnl. ebenda Zietz, p. 319, und v. Elm, p. 331.

[722] Vgl. hierüber z. B. Rob. Schmidt und David (Prot. Parteitg. Jena 05, p. 319, 328).

[723] Vgl. Leimpeters, "Zum Generalstreik"; Kampffmeyer, "Der Generalstreik und die Eroberung der ökonomischen Macht"; David, "Die Eroberung der politischen Macht", III; Düwell, p. 248 ff.; Grosch, p. 16, 17.

[724] Vgl. z. B. Prot. int. Kongr. Zürich 1893, p. 153 ff.

[725] Vgl. David, "Rückblick auf Jena".

Zur Verhütung solcher Ausgänge sind natürlich um so größere Mittel erforderlich, je mehr der Streik sich zeitlich und räumlich ausdehnt; aber je mehr er sich ausdehnt, um so schwerer wird auch die Beschaffung dieser Mittel, um so weniger genügen die Gewerkschaftskassen,[726] um so geringer fällt der Zuschuß aus, den die Nichtstreikenden gewähren können. Der Klassenstreik wird also im allgemeinen hinter der Dauer eines gewöhnlichen Streiks zurückbleiben müssen.[727] Unter den heutigen Umständen dürften die Vorräte der Arbeiter und der ihnen kreditierenden Kleinhändler sogar schon nach einer Woche erschöpft sein.[728]

[726] Vgl. z. B. Grosch.

[727] Vgl. Reumann, Prot. Parteitg. Wien 1894, p. 62; Branting, "Schweden vor einer neuen Stimmrechtskampagne"; Eckstein, p. 358. Die Behauptung, der Klassenstreik werde die Regierung noch vor Erschöpfung der Arbeitervorräte zum Nachgeben zwingen (vgl. Zietz, Prot. Parteitg. Jena 05, p. 326), ist unbegründet.

[728] Vgl. Leimpeters, p. 883. "Die deutsche Arbeiterschaft ist nicht einmal im stande gewesen, 200 000 Bergleute auf einige Wochen mit Brot und Kartoffeln zu versorgen; wie soll das erst werden, wenn Millionen in Frage kommen?" ("Korrespondent" der Buchdrucker, cit. in der N. Z. Z.)