[737] Eckstein; Turati. Dies war z. B. beim belgischen und beim ital. Klassenstreik der Fall (vgl. N. Z. Z. 6./4. 02; Rdsch. Soz. Mh. Mai 1902, p. 392).
[738] Simmel, "Soziologie der Über- und Unterordnung", p. 518 ff.
[739] Vgl. Lusnia, "Unbewaffnete Revolution?", p. 564 ff.; Bömelburg (Prot. Gwft. Kongr. Köln 05); ähnl. auch Deville (cit. bei Weill, p. 405), Leimpeters, p. 881, Legien, v. Elm (Prot. Parteitg. Jena 05 p. 322), und zur Zeit des Chartismus z. B. Stephens (vgl. Tildsley, p. 47, 48).
[740] Der Kl-str. könne "affaiblir l'armée entre les mains de la classe capitaliste" (Briand, "La grève générale et la révolution", p. 9 ff.).
[741] "Antimilitarismus und Generalstreik", Beilage zu Nr. 11 der "Wahrheit", p. 11 ff. Der Streik müsse allgemein sein, um die Kräfte des Gegners zu zersplittern, fordert z. B. Parvus, a. a. O.; vgl. ferner Adler, Resel (Prot. Parteitg. Wien 1894, p. 70 ff.); Roland-Holst, p. 88 ff.
[742] Vgl. Briand, "La grève générale et la révolution", p. 9 ff.
[743] Die Armee sei "insuffisante pour faire face à un pareil danger" (Briand. p. 9 ff.), sei in solchen Fällen "zur Ohnmacht verurteilt" (so "Antimilitarismus und Generalstreik", a. a. O.; ähnl. Kautsky, "Allerhand Revolutionäres", p. 694, 695). Durch häufige persönliche Berührungen zwischen Streikenden und Soldaten kann natürlich in letzteren das Gefühl der Interessengemeinschaft geweckt werden (Parvus, a. a. O.); doch ist es unwahrscheinlich, daß dies bei den heutigen militärischen Verhältnissen zu einer ernstlichen "Zersetzung der militärischen Disziplin" (Roland-Holst, "Der politische Massenstreik in der russischen Revolution", p. 220 ff.) führen kann; die Disziplin müßte denn schon vorher sehr gelockert gewesen sein. Für Deutschland scheint dies völlig ausgeschlossen. Übrigens hat weder die Unzuverlässigkeit der belgischen Truppen (vgl. N. Z. Z. 26./3. 1893, Allg. Ztg. 3./5. 93), noch die des russischen Heeres die Ausständigen vor blutigen Zusammenstößen bewahrt.
[744] Eckstein, p. 362; ähnl. David.
Sofern freilich das Heer zu den Streikenden hielte, wären alle blutigen Zusammenstöße natürlich von vornherein ausgeschlossen. Daher die Bemühungen um Einführung des Milizsystems; daher die Versuche, durch allgemeine sozialistische, wie auch durch spezielle antimilitaristische[745] Propaganda einen Einfluß auf das Heer auszuüben.[746]
[745] Vgl. "Weckruf", 28. Mai 04; Dejeante (Prot. int. Kongr. Zürich 1893, p. 28); Friedeberg, "Parlamentarismus und Generalstreik", p. 29 ff.; "Antimilitarismus und Generalstreik", a. a. O.