[29] Zetkin, Vortrag in einer öffentlichen Versammlung der Filiale Berlin des Zentralverbandes der Stukkateure am 21./8. 05 über den pol. M-str. (Bericht im Vorwärts, 23. Aug. 05).

[30] Friedeberg, a. a. O. p. 28, 29.

[31] Zetkin, Vortrag in einer öffentlichen Versammlung der Filiale Berlin des Zentralverbandes der Stukkateure am 21./8. 05 über den pol. M-str. (Bericht im Vorwärts, 23. Aug. 05).

§ 3. Ziele des Klassenstreiks.

Das Ziel eines Klassenstreiks kann die Erfüllung von Forderungen sein, die nur einen Teil der Streikenden unmittelbar interessieren, um deren Durchsetzung willen aber aus Solidaritätsgefühl auch nicht unmittelbar interessierte Arbeiterkategorien in den Ausstand treten; indem sie die Sonderforderung zu der ihren machen, bringen sie die Klassenzusammengehörigkeit des Proletariats zum Ausdruck, verwandeln sie das Sonderziel in ein mittelbares Klassenziel, wollen sie mittelbar die proletarischen Klasseninteressen fördern. (Hierher gehören vor allem die romanischen Sympathiestreiks.)

Das Ziel des Klassenstreiks kann aber auch die Erfüllung von Forderungen sein, an denen die Gesamtheit des Proletariats interessiert ist (oder interessiert sein könnte), ein unmittelbares Klassenziel; und zwar handelt es sich hierbei um jede Art von Gesamtforderungen, um Teilpostulate, wie um Endpostulate.

Die Teilforderung kann wirtschaftlicher Natur sein, sich z. B. auf die Einführung des Achtstundentages,[32] auf die Einführung von Versicherungseinrichtungen[33] usw. für eine Gesamtarbeiterschaft beziehen. Oder die Einzelforderung trägt, wie dies bei den bisherigen Klassenstreiks mit unmittelbarem Klassenziel die Regel war, politischen Charakter.

[32] Vgl. den auf dem intern. Kongr. in Zürich 1893 aufgetauchten Plan.

[33] Vgl. Girardins Vorschlag.