Bei den Endzielen, den proletarisch-revolutionären Zielen, handelt es sich einerseits um positive Forderungen: Eroberung der Staatsgewalt, "Ergreifung der politischen Macht",[42] "Diktatur des Proletariats",[43] sei es, daß der Klassenstreik nur als "letzte, ernsteste Drohung vor dem Sturm", als "Präludium" der Revolution auftritt,[44] sei es, daß er die direkte Einführung der proletarischen Aera beabsichtigt.
[42] Parvus, "Staatsstreich und politischer Massenstreik", p. 394.
[43] Leipziger Volkszeitung vom 8. 3. 04, Art. "Märzluft", zit. von David, "Rückblick auf Jena", p. 842, Note 1.
[44] Eckstein, "Was bedeutet der Generalstreik?" p. 363; — Zetkin, a.a.O.; Block, "Formen und Möglichkeiten des Massenstreiks"; Cohnstaedt, a. a. O.
Andererseits handelt es sich um negative Forderungen: Beseitigung der kapitalistischen Ausbeutung,[45] Beseitigung, "Zersprengung des Klassenstaats",[46] "um Raum zu machen für die Freiheit",[47] in deren Schutz sich alsdann die neue Gesellschaftsordnung entwickeln werde.[48] Mehrfach wird übrigens auch die "transformation sociale" selbst, die Aneignung des gesellschaftlichen Eigentums und die Einführung der neuen Ordnung, also nicht bloß das Niederreißen, zu den Obliegenheiten dieses sogenannten "Expropriationsstreiks" oder "absoluten Generalstreiks"[49] gerechnet.[50]
[45] Friedeberg, "Weltansch."; ähnlich Thesing, "Per la questione dello sciopero generale."
[46] "Der Generalstreik" ("Weckruf", 28. Mai 04); Sorel, "Lo sciopero generale"; Friedeberg, "Parlamentarismus und Generalstreik", p. 4, 15, 26, 27, 31; derselbe, "Weltansch.", Nr. 40; Mazuel, vom P. S. R. ("Congrès général des organisations socialistes françaises Paris 1899", p. 254, 255).
[47] "Weckruf", a. a. O.
[48] So z. B. Friedeberg, "Weltansch."; "Antimilitarismus u. Generalstreik" (Beilage zur "Wahrheit", Nr. 11, p. 11).
[49] Roland-Holst, "G-str. u. Sozd.", p. 5; Louis, "L'Avenir du Socialisme", p. 297.