[210] Diese selbst geht auf das Jahr 1866 zurück, doch erst seit 1886 oder 1887 nahm auch das Proletariat daran teil, vgl. Anseele, "Der Kampf um das allgemeine Stimmrecht in Belgien".

[211] In den Jahren 1880-1891 soll die Streikbewegung ca. 200 000 Arbeiter umfaßt haben (vgl. N. Z. Z. 18./4. 93 u. ff.); vgl. auch Bourdeau, a. a. O.; Roland-Holst, "G-str. und Sozialdemokratie" p. 57).

[212] Vgl. Destrée und Vandervelde, "Le Socialisme en Belgique", p. 116 ff. Im Interesse der Wahlrechtsbewegung fanden auch Massenmeetings statt, z. B. 1890 in Brüssel mit einer Teilnahme von 75-80 000 Personen (vgl. Anseele, a. a. O.; Destrée und Vandervelde, a. a. O.); eine eifrige Wahlrechtspropaganda erfüllte die folgenden Jahre.

[213] Am 28./2. 1893 begann die Kammerdebatte über die Notwendigkeit einer Revision, die auch der Ministerpräsident, Bernaert, in der Eröffnungsrede anerkannte.

[214] N. Z. Z., 27./2. 93.

[215] Auf dem Kongreß in Gent am 2. u. 3./4. 1893 (Allg. Ztg. 4./4. 93). Mit der Frage des Klassenstreiks hatten sich auch schon zahlreiche frühere Kongresse beschäftigt: die von Brüssel, 5./4. 1891, und 21./2. 1892; Bergarbeiterkongreß in Frameries, August 1892; Kongreß vom 25./12. 1902 (vgl. Destrée und Vandervelde, a. a. O.).

[216] Regierung und Kammermehrheit bezweifelten offenbar, daß die Arbeiterführer die Proklamierung eines Klassenstreiks riskieren würden und noch mehr, daß eine ev. Proklamation auch Erfolg hätte (Allg. Ztg. 12. 4. 93); denn die sozialist. Partei machte mit ihren 80 000 Mitgliedern keineswegs einen imponierenden Eindruck.

[217] Auf dem Kongreß des P. O. fr. in Marseille (vgl. Briand, "La grève générale et la révolution", p. 14).

[218] Am 11./4. begannen die Verhandlungen des Verfassungsrats.

[219] Die Radikalen hatten zwar im allgemeinen zum Aufschub geraten; doch sollen manche liberale Fabrikanten selbst ihre Arbeiter zum Streik aufgefordert haben. Die Freimaurer versprachen angeblich, Frauen und Kinder der Feiernden zu unterstützen (vgl. Bourdeau, p. 429; Destrée und Vandervelde, p. 143 ff.).