[256] Allerdings streikten z. B. bereits am 15./4. 1902 15 000 Arbeiter der staatlichen Waffenfabrik in Herstal.
[257] Vgl. Allg. Ztg. 9./4. und 15./4. 02.
[258] Vgl. die Aufforderung zum Wahlrechtsstreik im "Journal du Peuple", cit. in der Allg. Ztg. 16./4. 1902.
[259] Bei Eröffnung der Revisionsdebatten am 16./4. 1902 seitens Vandervelde's.
[260] Rdsch. Soz. Mh., a. a. O. Übrigens wurde der tägliche Produktionsausfall auf 3-4 Millionen Fr. geschätzt (Allg. Ztg. 18./4. 1902), und am 17./4. 1902 hatte die belgische Handels- und Geschäftswelt schon einen Schaden von "mindestens 100 Millionen Fr. zu tragen" (N. Z. Z. 19./4. 02).
[261] Sozialisten, Radikale und, trotz vorübergehender Verstimmung, Liberale; die liberalen Abgeordneten waren verstimmt durch die Unruhen; schon Anfang April stellte die gemäßigt-liberale "Etoile belge" für weitere Unruhen eine Vergeltung bei den Wahlen in Aussicht (N. Z. Z. 6./4. 02); vgl. auch das Votum des Gemeinderats von Schaerbeck (N. Z. Z. 17./4. 02); die liberalen Abgeordneten traten teilweise überhaupt nur aus politischer Notwendigkeit für das allgemeine Wahlrecht ein, ohne mit dem Herzen dabei zu sein (Vgl. Allg. Ztg.; Anseele).
[262] Allg. Ztg. 14./4. 02.
[263] Allg. Ztg. 18./4. 02; N. Z. Z. 12./4. 02.
[264] Anseele, a. a. O.; Rdsch. Soz. Mh., a. a. O.
[265] Besonders in Löwen, wo es mehrere Tote gab; Brüssel blieb, unter Einfluß der sozialistischen Führer, ruhig. — Der ganze Streik scheint übrigens im ganzen recht ruhig verlaufen zu sein. Vandervelde (cit. in der N. Z. Z. 6./5. 02) spricht sogar von "vollkommener", von "imposanter Ruhe"; doch gibt er an anderer Stelle selbst zu, daß, wenn auch selten, Belästigungen Arbeitswilliger vorgekommen seien (in "Die belgischen Wahlrechtskämpfe 1902").