[323] Bes. am Budweiser Parteitag (vgl. Prot. Parteitg. Wien 1894, p. 55, 71 ff., 97).

[324] Prot. Parteitag Wien 1905, p. 131.

[325] Prot. Parteitag Wien 1905, Adler, p. 125.

[326] Prot. Parteitag Wien 05, p. 66-69. — An den Parteitag schlossen sich große Demonstrationen in Wien an, die sich (gemäß Parteitagsbeschluß, vgl. Prot. p. 110) am 28. Nov., dem Tag der Parlamentseröffnung, nicht nur in Wien, sondern im ganzen Lande wiederholten, wodurch eine kurze allgemeine Arbeitsruhe entstand (vgl. "Die neue Gesellschaft", Nr. 37, 1905, Glossen); in Wien beteiligten sich ca. 1/4 Million, in Prag ca. 150 000 Personen (Rdsch. Soz. Mh. Jan. 1906, p. 85). — Ein analoger Vorgang fand übrigens beim Zusammentritt des ungarischen Reichstags am 10. Okt. 1907 statt: vor allem in Pest, doch auch im übrigen Reich, herrschte Arbeitsruhe, da die Arbeiter, unter dem Beifall der ganzen Bevölkerung, für das allg. Wahlrecht demonstrierten. (Vgl. z. B. "Züricher Post" vom 12. Okt. 07). — Der Parteitag der ungarischen Sozialdemokratie hatte Ostern 1905 für den Massenstreik zur ev. Erkämpfung des allg. Wahlrechts votiert (Vgl. Rdsch. Soz. Mh. Juni 05, p. 551).

[327] Selbst bei den Demonstrationen sollen Angehörige der Mittelklassen sich scharenweis beteiligt haben (Weber, a. a. O.; Soz. Mh. Rdsch. Jan. 06, p. 85).

[328] Arbeiter-Ztg., 12. Juni 06.

[329] Prot. Parteitg. Wien 05, p. 132 ff., sowie Versammlungsberichte usw. in der Arbeiter-Ztg. 19. Nov. ff.

[330] Vgl. Rdsch. Soz. Mh. Juni 06, p. 516. Vertreter der Partei, der Gewerkschaften und der Fraktion forderten im Manifest vom 9. (oder 10.) Juni die Arbeiterschaft zur Vorbereitung des Massenstreiks auf (Arbeiter-Ztg. 10. Juni 06).

[331] Arbeiter-Ztg. 12. Juni 06.

[332] Vgl. Vorwärts, 19. Juni 06. Am 14. Juni war die von der Gesamtparteivertretung berufene und von allen Landesorganisationen und sämtlichen gewerkschaftlichen Verbänden beschickte Konferenz in Wien zusammengetreten und hatte über die Vorbereitung eines ev. Massenstreiks beraten (vgl. Arbeiter-Ztg. 15. Juni), sich mit dem Manifest vom 9. Juni einverstanden erklärt, die Arbeiter aufgefordert, unverzüglich die letzten Vorbereitungen zu treffen, sowie einem aus Mitgliedern der Parteivertretung, der Gewerkschaftskommission und der Fraktion gebildeten Zentralkomitee in Wien die Aufgabe zugewiesen, sobald die Wahlreform im Parlament stockte, sofort die Parole zum 3tägigen Wiener Ausstand, resp. zum allg. österr. Massenstreik zu geben, zu dessen Ausführung in den einzelnen Ländern dem Zentralkomitee entsprechend zusammengesetzte Landeskomitees bestanden, die sich dann direkt mit den Lokalkomitees in Verbindung setzen sollten (Arbeiter-Ztg. 15. Juni 06).