[516] So von den 2 000 Teilnehmern der von der Arbeitskammer, im Einverständnis mit dem Segretariato della resistenza, einberufenen Generalversammlung, nach Anhörung von Labriola und Mocchi, einstimmig beschlossen (vgl. auch Bourdeau, p. 433).
[517] Vgl. Olberg, a. a. O.
[518] "La grève générale en Italie" ("Chronique" des Musée social, Nov. 04).
[519] So faßt es Marazio auf (p. 135).
Die Arbeiter folgten dem Streikgebot rasch und in großer Zahl.[520] Es beteiligten sich Parteiangehörige und Mitglieder der Arbeitskammern, besonders zahlreich auch die Unorganisierten,[521] im ganzen eine Million Menschen,[522] deren Ausstand den "Eindruck eines Elementarereignisses" gemacht haben soll.[523] Nur die Eisenbahner fehlten fast vollständig,[524] "sebbene i socialisti li pregassero e li scongiurassero a fare causa comune con essi".[525] Der Grund für diese Zurückhaltung wird teils in der außerordentlichen Tragweite eines Eisenbahnerausstandes erblickt (die Beteiligung der Eisenbahner sei deshalb unterblieben, weil sich die Bedeutung der ganzen Bewegung nicht gleich von Anfang an habe übersehen lassen),[526] teils in der Schwierigkeit rascher Inszenierung (da die Eisenbahner zwei verschiedenen Organisationen angehörten), teils in der Drohung mit "Militarisation" seitens der Regierung,[527] teils in der Rücksichtnahme auf eine bereits begonnene Lohnbewegung, deren in Aussicht stehende Früchte durch die Beteiligung der Eisenbahner am Generalstreik aufs Spiel gesetzt worden wären.[528]
[520] Noch am gleichen Abend brach der allgem. Streik in Monza aus (ca. 7 000 Teilnehmer); in Mailand streikten vom 16.-21./9. 80-100 000 Arbeiter (dort hatten nämlich zwei Monstreversammlungen am 16./9. die Fortsetzung des Streiks beschlossen); vom 17.-19. streikten in Genua Hafen-, Gas-, Elektrizitäts-, Nahrungsmittelarbeiter; in Rom alle Arbeiter, exkl. Gasarbeiter (vgl. Olberg, a. a. O.; nach der Allg. Ztg. streikten hauptsächlich Trambahner und Kutscher); G-str. in Turin; am 17. wurde der G-str. in Forte, Terni, Ancona, Bologna, Forli erklärt; Forli, Florenz, Neapel (ca. 12 000 Teilnehmer) proklamierten nur eine eintägige Demonstration; in Como streikten ca. 10 000, in Bari ca. 4 000, in Ligurien ca. 120 000 Arbeiter, in der Prov. Mantua ca. 120 000 Feldarbeiter (vgl. Olberg a. a. O.).
[521] Vgl. Bebel (Prot. Parteitg. Jena, 05, p. 306).
[522] Vgl. Bourdeau, p. 433.
[523] Olberg, a. a. O.
[524] Die Eisenbahner streikten nur in Neapel und in Siena (vgl. Olberg a. a. O., und Musée sociale, "Chronique", IX, Nr. 11, p. 465).