AUGUSTE: Sie möcht auch von Euch de Karten gelegt haben.

Mutter PIUS: (freudig) Eine Gräfin war bei mich.

AUGUSTE: (sie anstaunend) Wenn Se’s nich wieder sagen, zeig ich Euch ne neumodsche Photographie von de Marte — splitternackt, wie’s erste Weib unterm Baum. (Frau Sonntag und Heinrich treten unbemerkt aus dem Haus.)

Mutter PIUS: Du hältst de Mutter Pius wohl für dumm?

AUGUSTE: Ihre Freundin, das Fräulein Oberbürgermeister, hat se so abgenommen. —

Mutter PIUS: Lauf wacker! (Auguste eilt fort durch die Seitentür, Mutter Pius ruft ihr nach) Ich leg Dich auch fein die Karten, Auguste ...

(Mutter Pius bemerkt die Kommenden, Heinrich nähert sich dem Zaun, und nimmt von einer Frau die Abendzeitung entgegen, drückt ihr flüchtig ein Geldstück in die Hand, indessen Frau Sonntag zum Zelt schreitet.)

Mutter PIUS: (gewandt) Verzeihen Se, Ma’m Sonntag, daß ich noch hier stehn tu, ich wollt mein Enkelsohn Addjüß sagen. (Frau Sonntag nickt freundlich herablassend und geht rechts, die Rosen betrachtend, weiter. Mutter Pius kommt auf Heinrich zu, klopft ihm vertraulich auf die Schulter.)

HEINRICH: Schockschwerenot, Frau Pius, wie geht es Euch bei den schlechten Zeiten?

Mutter PIUS: Davon wissen Sie doch nicks, Herr Heinrich.