»Es war so gut, als hätte er genau das gesagt.«

Und wiederum ist sie froh, daß sie sich auf den Mann in der Mitte verlassen kann.

Wer könnte dem Kapitän vorwerfen, daß er jemals von diesem Platz gewichen wäre?

Wenn die Kantinenwirtin bei ihm erscheint und mit sittlicher Entrüstung meldet, daß sie am frühen Morgen einen Herrn aus dem Zimmer der Fürsorgeschwester kommen sah, so sagt er nicht: »Dieser Skandal! Ich werde die Schwester verwarnen oder entlassen.« Aber er fragt auch nicht: »Warum werden Sie durch diesen Vorgang so erregt? Hätten Sie es lieber gesehen, wenn der Herr aus einer anderen Tür gegangen wäre?«

Nein, er sagt: »So. Ich werde es in Ordnung bringen.« Dann geht alles seinen alten Gang, und durch eine Verhaftung ist jede Wiederholung des beanstandeten Besuches unmöglich geworden, so daß sich das Weitere erübrigt.

Er macht auch dem Mühlenbesitzer Pohl den versprochenen Besuch, als habe er keine Ahnung davon, daß die Hafengesellschaft mit ihm einen Prozeß führe.

»Ich komme mit einer Bitte«, sagt der Kapitän, ohne Herrn Pohl Zeit zu anderen Erörterungen zu lassen. »Sie haben hier einen großen schönen Speicher, und wir wissen nicht, wo wir unsere Getreideladungen lassen sollen. Könnten Sie uns nicht vorübergehend aushelfen?«

»Der Speicher war ursprünglich nur für meinen eigenen Bedarf bestimmt, aber nun habe ich seit Bestehen des Hafens schon oft ausgeholfen. Es ist für manchen sehr günstig, sein Getreide bei mir zu lassen.«

»Sie werden doch keinen Unterschied machen?«

»Nein,« sagt Herr Pohl lächelnd, »warum sollte ich meine Prozeßgegner schlechter behandeln?«