Irmgard geht schüchtern auf ihn zu und sagt leise: »Ach verzeihen Sie, wollen Sie vielleicht ...«
Sie hält ihm die Karte hin. Aber ehe sie ausgesprochen hat, sagt er barsch: »Danke«, und geht beschleunigt weiter.
Erschreckt zieht sie die Hand zurück und gesellt sich kleinlaut zum Kapitän. Der hebt die Schultern hoch, wie jemand, der einen Bubenstreich ausgeheckt hat und nun flüchtet. Er nimmt ihren Arm, und sie schlüpfen vor die Tür.
»Aber das haben Sie ja ganz verkehrt angefangen«, sagt er draußen mit seinem aufgeräumten trocknen Lachen. »Der Mann hat natürlich gedacht, daß er Ihnen die Karte abkaufen soll, und er hat höchstens das Geld für die Galerie. Soll ich es einmal versuchen?«
»Bitte, wenn Sie es besser verstehen!«
Sie beobachten nun beide die Passanten. Ein paarmal sieht der Kapitän sie fragend an.
»Sie können doch nicht irgendeinem Mann, der vielleicht zu einem Rendezvous gehen will, eine Konzertkarte aufschwatzen!« Jetzt lacht sie ihn aus, weil er es auch nicht geschickter anzufangen weiß.
Zufällig fahren gerade viele Autos vor. Elegante, plaudernde Menschen gehen in das Tor. Es ist inzwischen spät geworden. Sie müssen eilen, um den Beginn nicht zu versäumen.
Er gibt es auf. »Ich habe mir das Verschenken wirklich leichter gedacht«, sagt er resignierend.
Schließlich nimmt sie die Karte wieder an sich, und sie begeben sich hinein.