Sie springt auf und gleitet mit den Händen über die weiche Seide ihres Kleides, während sie sich in der Mitte des Zimmers hinstellt und mit glänzenden Augen in die Luft blickt.

»Jetzt —« sagt sie, als wäre sie voller Unternehmungslust, »jetzt muß ich wohl schlafen gehen.«

Herr Pohl steht auch auf und will sie zur Tür begleiten. Da schlingt sie ihren Arm noch einmal um ihn und eilt davon.

Er lauscht gedankenvoll ihren Schritten. Dann nimmt er langsam die Hand von der Klinke.

›Wir wissen wohl, wie wir es jetzt machen müssen,‹ denkt er, ›aber wir haben nicht selbst die Entscheidung —‹

Es ist fast Mitternacht. Aus dem Schlafzimmer dringen keine Geräusche mehr herüber. Er faltet seine Zeitung zusammen und geht hinein. —

Der Sohn

Joachim Becker erscheint am nächsten Morgen im Verwaltungsgebäude, um mit dem Hafendirektor einiges zu besprechen.

Der Kapitän muß von Fräulein Spandau erst gesucht werden. Der Generaldirektor geht solange in sein Zimmer, setzt sich vor den Schreibtisch und kann es sich nicht versagen, in die umherliegenden Papiere einen Blick zu werfen.