Joachim Becker hört unaufmerksam zu. Er ist sehr nervös und muß sich zusammennehmen, um nicht ungerechte, ärgerliche Bemerkungen zu machen. Außerdem fürchtet er das erneute Klingeln des Telephons.

Die Sache ist ihm verdammt peinlich. Er sieht ein, daß er nicht schweigend darüber hinweggehen kann. Schließlich sagt er:

»Übrigens — ich habe da vorhin eine telephonische Bestellung für Sie entgegengenommen. Von der Mühle drüben hat jemand angerufen, Sie möchten nicht hinkommen, es hätte jemand den Keuchhusten —«

Er ärgert sich über das doppelte »jemand«, das ihm zu betont unpersönlich scheint. Dem Kapitän kann es nicht entgangen sein.

»Das ist ja sehr unangenehm,« meint der Kapitän, »sehr unangenehm.«

»Na, Sie werden sich doch nicht gleich den Keuchhusten holen«, sagt der Generaldirektor laut, mit übertriebenem Gelächter.

Der Kapitän lächelt höflich. »Nicht für mich natürlich. Ja, das tut mir sehr leid.«

Joachim Becker erhofft immer noch eine Erklärung. Er kann das Gefühl nicht loswerden, daß der Kapitän sie ihm absichtlich vorenthält.

»Da drüben sind anscheinend Kinder? Ich dächte doch, daß Erwachsene keinen Keuchhusten haben?« fragt er endlich.

»Allerdings nicht«, meint der Kapitän lächelnd. »Ja, ein Sohn ist da. Ein Knabe, von etwa zwei Jahren glaube ich.«