Der Mühlenbesitzer nickt.

»Nun sage ich mir, wie wäre es, wenn man das Mehl gleich hier verbacken würde? An Ort und Stelle. Dicht neben der Mühle. Da ist ein freier Platz, ich meine auf dem Grundstück vom Herrn Pohl, und wenn ich so rechne und rechne, so denke ich, daß das Brot mindestens um fünf Pfennig für das Stück billiger werden könnte als anderswo.«

Er sieht den Mühlenbesitzer erwartungsvoll an. In seinem Kopfe braust es, als säße er im Maschinenraum des Getreidespeichers, direkt neben den fünfzig Antriebsmotoren.

Mühlenbesitzer Pohl schweigt eine ganze Weile, dann sagt er langsam:

»Der Gedanke ist nicht schlecht. Wie hatten Sie sich das weiter gedacht?«

Der Bäckermeister richtet sich in seinem Sessel auf und macht erst einmal einen tiefen Atemzug. Jetzt fürchtet er sich nicht mehr. Die Details sind ihm außerdem geläufiger als die einleitende Rede. Er holt einen Zettel hervor, auf dem er die Resultate seiner Rechnereien abgeschrieben hat, und erklärt.

»Wer sollte nun die Bäckerei errichten?« fragt Herr Pohl.

»Wenn der Herr Pohl sich beteiligen würden? Mit einer Kleinigkeit und mit meiner Arbeitskraft könnte ich wohl mitmachen.«

»Und wer würde die Ersparnis von fünf Pfennig gewinnen, da die Brotpreise einheitlich geregelt sind?«

»Der Herr Pohl dürfen nicht denken, daß es mir um den Profit zu tun ist. Die Regelung will ich dem Herrn Pohl selber überlassen. Wenn ich nur meine alte Arbeit wiederbekomme. Das Brotbacken war mir das liebste, die Kinkerlitzchen überlasse ich den anderen.«