Felix Friemann hat den Wiegemeister der Lagerhalle II in ein längeres Gespräch gezogen. Nun schließt er sich für den Rückweg der vorbeieilenden Schwester Emmi an.

Sie muß sich nach allen Seiten wehren.

Vor der Kantine begegnen sie Rechtsanwalt Bernhard, der direkt zur Mühle hinübergeht.

Michael Pohl sieht diesem Beauftragten seines Prozeßgegners nicht mehr finster abwartend entgegen. Er winkt ihn freundlich herbei und ist ein wenig begierig, zu erfahren, was der Herr Generaldirektor nun im Schilde führt.

»Heute komme ich nicht zu Ihnen«, sagt der Rechtsanwalt. Es ist ihm doch eine Erleichterung, diesen Mann nicht amtlich begrüßen zu dürfen. »Ich suche Herrn Reiche.«

»Dann gehen Sie nur da hinein und lassen Sie sich in das Baukontor der neuen Brotfabrik führen.«

»Ja«, meint Rechtsanwalt Bernhard. »Hier gehen große Dinge vor.«

Der Mühlenbesitzer lächelt. »Na, na,« meint er, »Sie sind doch andere Dimensionen gewöhnt. Sehen Sie, der Grund ist schon gelegt. Die Unterkellerung ist das schwierigste.«

Sie bleiben eine Weile bei den Arbeiten stehen. Dann sucht der Rechtsanwalt Herrn Reiche auf, der in einem hübschen kleinen Bureau sitzt und seinen Besucher sogar ein wenig warten läßt, weil er mit dem Baumeister und einem Ingenieur einiges zu besprechen hat. Aber er ist noch nicht so verdorben, daß er deswegen ein Gespräch in die Länge zieht und sich mit wichtigen Konferenzen entschuldigt, nein, er beeilt sich und sieht es nicht gern, daß seinetwegen jemand warten muß.

»Ich wollte wegen Ihrer Scheidung mit Ihnen sprechen«, meint der Rechtsanwalt. »Da ich gerade hier draußen zu tun hatte, glaubte ich, es sei am besten, wir bringen es gleich in Ordnung.«