»Meinetwegen konnte es längst erledigt sein. Ich dachte, meine Frau besorgt das schon.«
»Ja,« sagt der Rechtsanwalt lächelnd, »so einfach ist das nicht. Sie müssen sich schon auch ein wenig bemühen. Zum Beispiel brauchen Sie einen Rechtsbeistand.«
»Ich denke, Sie machen das?«
»Hm, ich bin der Rechtsvertreter Ihrer Frau, also Ihr Gegner, doch ich kann Ihnen einen Kollegen empfehlen.«
»Wissen Sie — dazu habe ich eigentlich keine Zeit. Aber es soll mir recht sein, wenn das endlich ins reine kommt.«
»Na also. Sie wollen beide geschieden sein. Doch wir müssen erst einen Grund finden.«
»Finden? Ist das vielleicht kein Grund, wenn meine Frau mit diesem Herrn Gregor die Ehe gebrochen hat?«
»Tja, Ihre Frau behauptet, daß Sie in diesem Winter einmal bei ihr gewesen wären und die Sache verziehen hätten. Seitdem kann man ihr nichts nachweisen.«
Der Bäckermeister will an diesen Wintertag nicht gern erinnert werden, er bekommt sogar rote Ohren bei der Erwähnung. Das ist doch wirklich eine komische Manier, davon zu einem Rechtsanwalt zu sprechen. Darum sagt er auch heftiger, als es sonst seine Art ist:
»Verziehen? Nein, verziehen habe ich ihr das nicht.«