»Erwarten Sie mich hier, ich will allein mit ihm sprechen.«

Rechtsanwalt Bernhard verneigt sich und hat seine Freude daran, ihr nachzublicken, wie sie mit festen Schritten in das Verwaltungsgebäude hineingeht.

Joachim Becker öffnet ihr selbst. Frau Adelheid muß das erste Wort finden, denn dieser forsche und tatkräftige Generaldirektor steht ganz ratlos da und schweigt.

»Du hast doch nicht gedacht, daß ich es schlecht mit dir meine, weil ich solange nicht kam?« fragt sie, während sie ihm die Hand hinhält, die er nicht ergreift.

»Hat dir mein Vater nicht bestellt —« beginnt sie noch einmal, nun schon wieder etwas ängstlich.

Da faßt er nach beiden Händen und zieht sie in das Zimmer.

»Doch,« stammelt er, »doch! Das hat er bestellt. Es war der einzige Trost, der mir blieb.«

»Gott sei Dank!« sagt sie, »ich habe es ihm doch auch so erklärt, daß nur ich daran schuld war.«

»Woran sollst du schuld gewesen sein?« fragt er in höchstem Erstaunen.

Sie betrachtet ihre Handschuhe. »An unserer Ehe«, meint sie leise.