Sie gehen gemeinsam hinunter, und wieder freut sich Joachim Becker, dem jungen Rechtsanwalt in die guten, etwas verträumten Augen zu blicken.

Er hilft Frau Adelheid in den Wagen, und wie er schon die Tür schließen will, beugt er sich noch einmal vor und sieht ihr mit einem dankbaren Lächeln ins Gesicht.

Dann rollt der Wagen davon. Der Wächter schließt das Tor, und Joachim Becker ist wieder allein in seinem Hafen.

Er geht am Wasser entlang; grüßt die Schiffer, die mit ihren Pfeifen neben der Kajüte stehen, und wandert zu den Lagerhallen.

Vor dem großen Kran bleibt er stehen. Er beißt nicht mehr die Zähne zusammen.

Er sieht zu ihm auf und sagt:

»Einen grausameren und gewaltigeren Mahner konnte man mir nicht hinstellen als dich!« —

Rechtsanwalt Bernhard sitzt immer noch stumm neben Frau Adelheid im Wagen und sieht mit Schrecken, daß sie sich dem Villenviertel bedenklich nähern. Sicherlich ist es für das richtige Wort noch viel zu früh, aber an diesem entscheidenden Tage, an dem sie ihm so gewaltig imponiert, müßte er ihr doch mindestens sagen, welche Verehrung er ihr entgegenbringt. Er weiß aus seiner ganzen Praxis keine einzige Frau, die soviel Seelengröße gezeigt hätte wie sie.

Sie starrt mit ihren schönen dunklen Augen ununterbrochen auf den Rücken des Chauffeurs. Alfred Bernhard kann sich nicht denken, daß ihr gerade dieser Anblick ein Vergnügen bereitet, er weiß jedoch kein Mittel, um sie abzulenken.

Plötzlich platzt er damit heraus: