Michael Pohl erhebt sich und mit ihm auch seine Frau und seine Tochter, nur der jetzt vierjährige Michael bleibt auf seinem Stühlchen sitzen und sieht der Szene mit großer Spannung zu.
Sie sind alle von der Feierlichkeit dieses Augenblicks durchdrungen.
Michael Pohl sagt:
»Wir wollen gemeinsam davon essen.«
Frau Pohl reicht ihm ein Messer, er schneidet vier Stücke von dem heißen Laib und spricht einige kurze Worte mit seinem Herrgott. Sie falten alle die Hände, und dann nehmen sie das Brot.
Sie verzehren es wie das heilige Abendmahl.
Meister Reiche reibt mit seinen großen Fäusten an den Augen, Frau Pohl aber gibt ihren Tränen freien Lauf, sie reicht ihrem Manne die Hand und läßt sich in seine Arme ziehen.
Dann sagt sie: »Ich will auch unserem Sohne von dem heiligen Brot geben.«
Und sie steckt ihm einen Bissen in den Mund, obgleich sie weiß, daß er sich daran den Magen verdirbt. —
Wenige Wochen später ist der Hafen zur offiziellen Feier der Einweihung gerüstet. Aus dem ganzen Lande sind die Gäste geladen. Fahnen wehen über allen Gebäuden, und auf den Gewässern liegen die Kähne und Schleppdampfer in dichten Reihen.