»Ja, so ist das,« meint Redakteur Undlet, »wenn man erst gezeigt hat, was man kann, darf man schweigen. Vorher werden einem die besten Worte nicht geglaubt.«

Sie gehen zur langgestreckten, mit Girlanden geschmückten Lagerhalle, wo die Tafeln für die Gäste gedeckt sind.

Man läßt sich nieder, ißt und hört sich noch einige Reden an.

Dann fahren die ersten Wagen vor, der Kommerzienrat und Joachim Becker begleiten die prominenten Gäste bis zum Ausgang. Schließlich verabschieden sie sich voneinander, und der Kommerzienrat fragt:

»Du kommst doch heute abend zum Festessen ins Hotel?«

»Wenn du es mir nicht übelnehmen würdest,« sagt Joachim Becker, »möchte ich heute gern allein bleiben.«

»Nein, gewiß nicht. Ich werde dich bei den Herren entschuldigen.«

Auf dem Rückweg begegnet dem Generaldirektor Schwester Emmi.

Sie trägt heute nicht ihre einfache Tracht, nein, sie ist mit ihrer Eleganz wahrhaftig mancher hochgestellten Dame überlegen, wenn auch an ihrer Seite nur Herr Karcher geht.

Dieser Herr Karcher, er ist mit großer Freude ihrer Einladung, sie beim Feste zu begleiten, gefolgt, und nun wandert er neben ihr her, als wäre das selbstverständlich und gar nicht eine große und besondere Vergünstigung. Zwar sind mit der Generaldirektion viele junge Männer in den Hafen gekommen. Sie rufen Schwester Emmi zuweilen einige Scherzworte zu, denen sie in der alten schlagfertigen Frische begegnet, doch sie hat keinen gefunden, der ihr ständig auf den Fersen folgt wie seinerzeit Herr Gregor und der Dr. Felix Friemann.