Der erste Vorsitzende sieht mit unverkennbarer Ungeduld auf, und Kommerzienrat Friemann gibt seinem Schwiegersohn ein Zeichen, daß er zu sprechen wünsche.
Nach den lauten, klingenden Worten Joachim Beckers wirkt seine gedämpfte Stimme besonders tonlos, aber gereift und zuverlässig.
»Der entstandene Schaden,« führt er aus, »die verhinderte ersprießliche Lagertätigkeit, die geeignet gewesen wäre, selbst im Winter bereits die Unterhaltskosten zu decken, sind zwar sehr bedauerlich, ein glücklicher Ausgleich aber wird sie uns verschmerzen lassen. Wir haben nicht nur die Möglichkeit, die durch das Unglück ausfallende Summe zu decken, sondern sogar einen ganz erheblichen Überschuß zu erzielen. Und das, meine Herren, das durch die Erzvorkommen und durch das geschickte Eingreifen der Hafendirektion, die sich das wertvolle Gelände, soweit es sich in Privatbesitz befand, für einen geradezu lächerlichen Kaufpreis sicherte. Man bietet uns dafür den vierzigfachen Betrag. Herr Direktor Becker wird Ihnen darüber berichten.«
Ein befreiendes Aufatmen ist allgemein spürbar.
Und Joachim Becker beginnt damit, daß die Förderung im Becken selbst gering sei.
»Warum wurden dann die großen Mengen Dynamit benötigt?« wirft Direktor Othwig — der Vertreter der Spedition — ein.
Joachim Becker war im ersten Augenblick bereit zu fragen, ob man seinen Worten mißtraue, aber er sieht in das Gesicht seines Schwiegervaters und antwortet:
»Geringfügig ist die Ausbeute, weil es sich um Pocherze handelt, die nur in einem schmalen Streifen, aber in der ganzen Beckenlänge von fünfhundert Metern auftreten. Das Vorkommen fällt schräg ab und wird nach den bisherigen Untersuchungen auf dem benachbarten Gelände in einer Tiefe erscheinen, die vielleicht eine rentable Ausbeute möglich erscheinen läßt.«
Joachim Becker verliest die Protokolle der Untersuchungskommission und geht nach Erörterung des Geländekaufs auf die günstigen Angebote über. Bis auf die Verhüttungs-Aktiengesellschaft, die allerdings erst kürzlich durch eine Fehlspekulation eine Einbuße erlitten habe, handle es sich nur um neue und zum Teil zweifelhafte Unternehmen. Er gibt die Namen bekannt und vertritt die Ansicht, daß man die Angebote der seriösen Firmen abwarten müsse, die sich erst nach eingehenden Untersuchungen äußern wollen.
Direktor Gidli von der Flußschiffahrt meint, daß der Kurzentschlossene vorzuziehen sei, und beantragt eine Debatte über die Angebote.