Die Schiffer, in ihren besten blauen Jacken, mit Hochglanz über der braunen geschabten Haut, stehen in der Nähe der Versammelten und fangen ehrfürchtig ein paar vom Wind verwehte Worte auf.

»Und die Eisenbahn?« fragt der Justizrat. »Das waren doch wohl Angriffe auf die Eisenbahn. Man hat noch keine Verträge mit ihr geschlossen, man wird sie brauchen, aber man stößt sie vor den Kopf.«

Der junge Rechtsanwalt sieht dem Spiel des Säuglings zu, seine braunen Augen über den gerundeten roten Wangen sind blank und von innen erwärmt.

»Ich dachte,« bringt er leise und stockend hervor, »daß es schöner wäre, auf solchem Kahn lautlos durch die deutsche Landschaft zu fahren, als hier Prozesse zu führen und Reden zu hören.«

»Diese Leute«, gibt der Justizrat rasch zurück, »sind ein kleines Rad im großen Werk, du bist ein größeres. Warum willst du geringer werden?«

Er hat den Hut abgenommen und den breiten gelichteten Graukopf der linden Luft preisgegeben. Darum sind seine Worte milde und fast ohne Zurechtweisung.

Plötzlich kommt Bewegung in seine kleine gedrungene Gestalt. Er rückt den Kneifer zurecht und ist von der angespanntesten Aufmerksamkeit ergriffen.

»Das ist sehr interessant, das ist außerordentlich interessant«, murmelt er hingerissen. Alfred Bernhard kann nicht umhin, der Blickrichtung seines Onkels zu folgen.

Er sieht nichts weiter als einen Wagen vor dem Wohnhaus der Mühle, die mit ihren Mehl- und Getreidespeichern direkt in den Kanal hineinblickt. Das Haus ist einstöckig, mit einem kleinen Vorgarten und bunten Blumenkästen vor den Fenstern. Es steht etwas abseits auf dem großen Platze, der den Winkel zwischen beiden Kanälen bildet.

»Du hast nicht gesehen, wer ausgestiegen ist?« fragt der Justizrat.