»Na, und ist es nicht immer sehr gut gegangen mit Herrn Gregor?« fragt sie triumphierend. »Brauchen wir einen neuen Mann? Warum können sie denn dem Herrn Gregor nicht den Posten geben?«

»Dafür werden sie schon ihre Gründe haben«, sagt ihr Mann und verläßt den Raum.

»Esel«, ruft sie ihm wütend nach. Nein, sie ist gar nicht zufrieden mit dem angekündigten neuen Mann.

Und darin stimmt ihr selbst Herr Gregor zu, der in den letzten Monaten nicht immer ihre Ansichten teilte, und der recht schwer zu lenken war.

»Das wird hier ja recht gemütlich werden«, sagt er zu Herrn Karcher, der über seinen Büchern sitzt und alle Prophezeiungen vom neuen Mann über sich ergehen läßt.

»Haben Sie ihn schon gesehen?« fragt Herr Karcher.

»Nein, den hat noch niemand gesehen. Der Becker hat ihn auf seiner Reise getroffen, er soll von den Reedereien empfohlen sein.«

»Von den Seehafenreedereien?« fragt Herr Karcher, als wüßte er, daß diese Empfehlung dann etwas zu bedeuten habe.

»Jedenfalls von den Seehafenreedereien, denn der Kommerzienrat und der Becker haben dauernd in den Seehäfen Besprechungen gehabt.«

›Was bist du doch für ein kurzsichtiger Mann‹, apostrophiert Herr Karcher sich selbst mit Beschämung. ›Da denkst du, es könnte alles so bleiben, wie es ist: mit einem halbstündigen Morgenbesuch des Direktors, mit Herrn Gregor und Schwester Emmi. Doch mit dem Kapitän und den Reedereien wird es schon seine besondere Bewandtnis haben. In die Pläne siehst du nicht hinein, aber für die Weiterentwicklung des Hafens und für dieses ganze Riesenprojekt werden sie schon ungeheuer viel bedeuten. Wenn es nach dir ginge, könnte man die ganzen in den Hafen gesteckten Millionen in den Schornstein schreiben‹. Er ist bereit, sich den Beschlüssen der obersten Leitung ohne Kritik zu fügen.